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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Elegie macht, spricht für Bejahung der Frage. Danach warAgius in einem unfern des letzteren Ortes gelegenen KlosterMönch, was man um so sicherer auf Lamspringe beziehenkann, als er anscheinend dort noch ein anderes Werk verfasste,dessen einzige vorhandene Handschrift aus demselben Klosterstammt 1 ).

Bestand sonach Lamspringe schon 873 als Kloster, so darfman auch schliessen, dass Bicdag dessen Gründer war, zumalda ein von dem Hildesheimischen Bischof Adelog dem Klosterertheilter Schutzbrief vom 29. November 1178 2 ) ihn als solchenbezeichnet.

Noch ein Argument für die Identität des Grafen Bicdagmit dem Klosterstifter entlehne ich dem Schenkungsregister derBenedictinerabtei Corvey 8 ). Darin tradirt ein Bicdag mit einemBunico wohl seinem Bruder Güter und Hörige in Billur-beki, Biudiun, Liuckiungun und Liuttingeshem an Corvey. DieOrte lagen sämmtlich nicht fern von Lamspringe: Billurbeki istBillerbeck so. von Kreiensen, Liuckiungun das wüste Lutzinge-worden, so. von der Dammstadt zu Hildesheim, und Liuttingeshemder benachbarte, in der Dammstadt aufgegangene, später Lo-tingessen genannte Ort. Biudiun wird man demnach für dasjetzige Doppeldorf Gross- und Klein -Rhüden, so. von Lam-springe ansprechen müssen. Nimmt man dazu, dass der GrafRicdag nach der Urkunde vom 13. Juni 873 vom Bischof Alt-fried von Hildesheim gegen Ueberlassung von Aeckern in derHildesheiniischen Feldmark und in dem jetzt wüsten Dorfe Oden-husen (zwischen Bilderlahe und Mechtshausen) 4 ) einige Zehntenfür sein Kloster Lamspringe empfing, so wird man um so mehrgeneigt sein, in dem Besitzer so vieler um Lamspringe ge-legener Güter den Klosterstifter zu erkennen, als nach Dürre'sForschung 5 ) jene undatierte Schenkung an Corvey in die Zeitvon 836891, also in die Zeit der Gründung Lamspringes fällt.

J ) Wattenbach, Geschichtsq. 6. Aufl. I, 255 f.; "Weiland in Z. d. H.-V.,8. Jahrg. (1875), 482. 2 ) Copialb. d. Kl. Lamspringe in der Beverin'schenBiMioth. zu Hildesh. 41 f.; fehlerhaft gedr.: Koken, W. 176 ff.; Harenberg,H. e. G. 718, Note. Hegest: v. Heinemann, C. d. A. I, 416, Nr. 562; Bode,Goslar. Urkb. I, 313, Nr. 289. s ) Wigand, T. C. 76, § 351. - ") Z. f. N.1883, 281. 6 ) Westf. Zeitschr. Bd. 36, 2, 164 ff.; Biekamp, Suppl. 1, S. 24sub Nr. 177.