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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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hatte und dann die Gemahlin eines der ausgezeichnetsten Männerseiner Zeit geworden war: des Markgrafen von Sachsen undBrandenburg, Albrecht des Bären, des Gründers des branden-burgisch-preussischen Staates.

Die ehelichen Verhältnisse Albrechts sind von den Historikernschon lange zum Gegenstande eingehender Untersuchung gemacht,da kein Zeitgenosse uns unmittelbar darüber unterrichtet. Soweit nun auch die Ansichten auseinandergehen, so stimmen dochdarin alle Forscher überein, dass seine Gemahlin Sophie hiess,von Ledebur 1 ) ausgenommen, welcher dem Markgrafen zweiGemahlinnen zuschreibt, von denen die erste Mathilde von Plötzkau,die zweite Sophie geheissen haben soll. So gewiss sich dasLetztere bestätigt, so irrig ist das Erstere, wie Voigt 2 ) und vonHeinemann 3 ) mit überzeugenden Gründen bewiesen haben.

Andere Gelehrte sind einer Grabschrift gefolgt, welcheSophiens Schwester, der Aebtissin Beatrix (II.) von Quedlin-burg 4 ), gewidmet ist, und sich bis zum Bauernkriege in dem vonihr wiederhergestellten Kloster Michaelstein am Harz befundenhaben soll 5 ). Darin wird gesagt, dass sie aus dem königlichenStamme Friedrichs entsprossen sei. Darauf hin hat schon Bothoin seiner s. g. Bilderchronik 6 ) beide Schwestern zu Töchtern desKaisers Friedrich I. gemacht, während er an anderer Stelle 7 )versichert, Albrechts Gemahlin sei die Schwester des GrafenOtto (d. J.) von Rieneck gewesen. Das Irrige der Annahme,dass Sophie und Beatrix Töchter Kaiser Friedrichs I. waren,liegt auf der Hand, da Friedrich 1149 die erste Ehe schloss.Deshalb folgert Herr von Heinemann, der ausgezeichnete Bio-graph Albrechts des Bären, dass, wenn man die obige Grab-schrift nicht völlig verwerfen wolle, nur übrig bleibe, Friedrich L,Herzog von Schwaben aus dem staufischen Hause (f 1105), alsden Vater der beiden Schwestern anzunehmen. Albrecht der Bärwürde demnach der Oheim des Kaisers Friedrich I. gewesen sein 8 ).

J ) Grafen v. Valkenstein 49. — 2 ) Mark. Forsch. VIII, 120. — 3 ) Albr.d. B. 413. — 4 ) Dass die Markgräfin Sophie und die Aebtissin Beatrix (II.)Schwestern waren, bezeugen die Annal. Palid. in M. G. SS. XVI, 92. —B ) Leuckfeld, Antiq. Michaeist. 30; Erath, Cod. dipl. Quedlinb. 118, 86 Nr. 9;Forsch. VI, 530. — 6 ) Leibniz, SS. r. Br. III, 348 zu 1169. — 7 ) Das. 342. —8 ) v. Heinemann a. a. 0. 282, 412 f., der Voigt a. a. 0. 121 f. im Wesent-lichen folgt.