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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Von den Töchtern Eckhards II. von Assel wird Thietburganur einmal genannt und zwar als Schwester Bernwards am2. September 997 in Thorr, wo Kaiser Otto III. ihr eine Königs-hufe im Dorfe Wöllmarshausen schenkt (S. 232). Allem Anscheinnach war sie die Gemahlin des Burggrafen Friedrich von Magde-burg, den wir (S. 201, 207) als Theilnehmer an der Versammlungder königstreuen Männer auf der Asleburg im Jahre 984 kennengelernt haben. Die andere Tochter Eckhards II. hiess Judithund war Aebtissin in Eingelheim, wo sie nach ihrem an einem13. März 1 ) erfolgten Tode auch begraben wurde 2 ).

Zu Bernwards Blutsverwandten gehörte der von ihm ge-salbte und beim Kaiser in grossem Ansehen stehende ErzbischofErkenbald von Mainz (April 1011 bis 18. August 1021) 3 ), zuvorAbt von Fulda (997—1011) 4 ). Seine Consanguinität mit Bernwardwürde sich am natürlichsten darstellen, wenn man ihn als Bruderder Gräfin Frederunda von Oelsburg, der Stifterin des KlostersStederburg, der Genealogie einfügt, wie es der Chronologie auchentspricht. Dem steht jedoch die Behauptung einiger Historiker 5 )entgegen, der Graf Altmann sei söhnelos gestorben. Davon weissaber die Kloster Chronik von Stederburg nichts, und selbst wenndiese Angabe anderweit beglaubigt sein sollte, so wäre es keineAnomalie, anzunehmen, dass der Urheber der Nachricht nur imweltlichen Stande lebende Söhne im Sinne hatte.

Spätere Quellen lassen auch jenen Benno, welcher in Hil-desheim erzogen, kurze Zeit Abt des dortigen Michaelisklosterswar, dann nach Goslar berufen, endlich zum Bischof von Meisseu(1066—1106) erwählt wurde, mit Bernward verwandt sein 6 ).

Von Bernwards Brüdern scheint nur Gottschalk d. Ä. Des-cendenz gehabt zu haben, doch fehlt uns der Name selbst nur einesSohnes. Da wir aber in den Jahren 1052 und 1065 wiederum einen

] ) V. A. 1842, 418. — 2 ) Kratz, Dom zu Hildesheim m, 114. DieGrabschrift in der Kirche zu Ringelheim, welche ihren Tod auf den 13. März1000 setzt (Kratz a. a. 0. 5, Note 7), stammt aus späterer Zeit. — 3 ) Qui

-------— insuper ordinatorem suum consanguinitate etiam sihi propinquum

sagt die Vita Bernw. a. a. 0. 778. Sein Todestag (18. Aug.) nach dem V.A. 1843, 27. — 4 ) Böhmer-.Will, Mainz. Eegg. I, Einleit. S. XLIII f. undS. 145, Nr. 1; 149, Nr. 37. — 6 ) Lüntzel, D. u. St. H. I, 177; Dürre in Z.f. N. 1885, 183 u. a. 0. - 6 ) Chron. mon. s. Mich, bei Leibniz, SS. r. Br.II, 400.