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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Ohne Zweifel lag also in fünf von den genannten Ortschaftenuralter gräflich Assel'scher Besitz, und die aus demselben demKloster geschenkten Ländereien gehörten, weil sie allen übrigenin der königlichen Bestätigungsurkunde vom 24. Januar 1007genannten Gütern voranstehen, zur ersten Dotation der neuenStiftung. Als erste Donatoren werden nun die Gräfin Frederundavon Oelsburg und ihre Mutter, die Gräfin Hedwig, in den Steder-burger Annalen ausdrücklich bezeichnet. Von beiden konnte nurHedwig die Stiftung ihrer Tochter mit Asseler Gütern aus-statten, vorausgesetzt, dass sie eine geborene Gräfin von Asselwar. Diese Voraussetzung bestätigt sich völlig, wenn wir sie,den chronologischen Verhältnissen entsprechend, als Vaters-schwester des Bischofs Bernward in unsere Stammtafel ein-reihen. Letzterer wird dadurch, in Uebereinstimmung mitder Angabe in den Stederburger Annalen, consanguineus,d. h. Geschwisterkind mit Hedwigs Tochter Frederundaund der Bischof selbst unzweifelhaft ein Graf von Assel(vgl. S. 208 f., 232 f.).

Der Vorname der Stifterin von Stederburg leitet mich nochauf eine andere Spur. Im Jahre 1018 gab eine Wittwe Frederunzu ihrem und ihres Sohnes Widekind Seelenheil durch ihren VogtThiatmar die Höfe in Grossen-Eder (Nedere), Assibuvg (wüstam r. Diemelufer, Ossendorf gegenüber?) und in dem wüstenHaldungen (bei Trendelburg), die also sämmtlich im sächsischenHessengau lagen, dem Bisthum Paderborn 1 ). Den Vogt Thiatmarhält von Alten 2 ) in seiner gründlichen Abhandlung über dieSchwalenberger eher für den Bruder der Frederun (von Assel),als für dessen gleichnamigen Sohn, weil Letzterer in naher Be-ziehung zu ihrem Sohne Widekind erscheint. Frederun's Gemahlwar der Graf Hermann, den man, weil der Name seines SohnesWidekind in seiner Familie constant wird, sehr wohl für denGrafen Hermann von Schwalenberg erkennen kann, den vonAlten a. a. 0. bis zum Jahre 1017, seinem mutmasslichen Sterbe-jahre, als Gerichtsgrafen im Wettigau und sächsischen Hessen-gau nachgewiesen hat.

') Vita Meinw. ep. in M. G. SS. XI, 130; Erhard, K. h. W. I, 162,Nr. 886. — 2 ) Z. f. N. 1859, 14 ff.; vgl. Curtze, Beiträge z. Gesch. d.Fürstenth. Waldeck u. Pyrmont, 51.