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Sehr ansehnlich waren die Güter, mit welchen Stederburgvon der Stifterin und ihrer 1007 schon verstorbenen MutterHedwig ausgestattet wurde. Im Ganzen gingen 240 Hufen mitKnechten, Feldern, Wäldern, Wiesen, Mühlen, Gerechtigkeitenund sonstigen Zubehörungen in das Eigenthum der neuen Pflan-zung über 1 ). Die Hufen lagen vor 36 Ortschaften, welche inder genannten königlichen Bestätigungsurkunde 2 ) aufgezähltwerden. Die Reihe derselben eröffnen sechs Dörfer: Wester-Linde (Lindun), Thiede (Thidhi), Stedere (wüst), Northum 3 )(wüst), Klein - Stöckheini (Stokkem) und Melverode (Meinolves-rode). Mit Ausnahme von Thiede lässt sich Assel'scher Besitzin diesen Orten noch in der Hand des Grafen Otto von Assel,des Letzten seines Geschlechts, nachweisen. In Wester-Lindeerwarb Gerhard n., Propst von Stederburg, im Jahre 1187 ausdem Nachlasse (patrimonio) des Grafen in Asle eine Mühle, diedurch von allen Seiten erhobene Ansprüche wüst geworden warund von dem Propste neu erbaut wurde 4 ). In demselben Jahreerwarb der Bischof Adelog von Hildesheim die Hälfte des Be-sitzthums des Grafen Otto von Asle in Asle durch gesetzlichenKauf für seine Kirche. Zu dieser Hälfte gehörten zwei Hufenin Stedere und drei in Northum, womit bis dahin Konrad vonLinde (Linnethe) belehnt war 5 ). Bndlich zeigt sich auch inKlein-Stöckheim und Melverode Assel'scher Besitz. In Klein-Stöckheim hatten im Jahre 1166 die Brüder Botmann (d. J.) undSiegfried von Himstedt, offenbar Söhne aus der ersten Ehe derSophie, des Grafen Otto von Assel Schwester, mit Rotmann d. Ä.v. H., dem Vater der Brüder, zwei Hufen Land von der Kirche inStederburg zu Lehn (Afterlehn), und ausserdem zwei eigeneHufen in demselben Dorfe. In Melverode hatten dieselben Brüdereine halbe eigene Hufe 6 ).
J ) Ann. Stederb. a. a. 0. 200 f. — 2 ) Das. 201. — 3 ) Nicht Northern,wie die Bestätigungsurkunde v. J. 1007 in Ann. Stederb. a. a. 0. 201 an-giebt, oder Northemi, wie dieselben Annalen 219 wollen, oder gar Northeim,wie t. Bocholtz-A., Asseb. Urkb. I, 20 druckt, sondern das wüste Northuman der Stelle des jetzigen Nortenhofes am 1. Ufer der Ocker beim Krähen-holze. — 4 ) Ann. Stederb. a. a. 0. 218 f. — 6 ) Das. 219. Die andere Hälftedes Besitzes in Asle (Nord-Assel) kam nach den Ann. Stederb. 219 an denHerzog Heinrich den Löwen. Fälschlich lässt Helmold, Chron. Slav. in M.Gr. SS. XXI, 92 den ganzen Nachlass des Grafen Otto von Asle an denHerzog fallen. — 6 ) Ann. Stederb. a. a. 0. 210.