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flusse der Aller und Ocker gegen die Einfälle der Slaven erbauthatte 1 )- Beide Brüder starben im Jahre 995 2 ), Dietrich nachdem Magdeburger Todtenbuche 3 ) am 6. März, Sicco I. nach demMerseburger Todtenbuche 4 ) am 14. October.
Von Dietrich kam die pfalzgräfliche Würde an Friedrich I.,den ich, da er keinenfalls sein Sohn war 5 ), als seinen viel jün-geren Bruder ansetze. Er findet sich im Jahre 1002 mit demBischof Bernward von Hildesheim, seinem Neffen, unter denGrossen, welche dem neugewählten König Heinrich IL in Merse-burg huldigten 6 ), und soll 1036 gestorben sein. Er wurde derFortsetzer des Goseck'schen Geschlechts 7 ).
Ganz ungesucht scheint hier ein Licht auf unsere Genealogiezu fallen, sofern wir damit eine Spur bekommen, in welcherWeise die Grafen von Goseck mit den Immedingern und Asselernverwandt waren. Die Gemahlin des Pfalzgrafen Dietrich warmutmasslich eine Schwester Immed's (III.) aus dem berühmtenGeschlechte der Immedinger, deren Besitzungen sich von der
') Urk. von 1013: Or. G. IV, 435; Lauenstein, Deseript. dioec. Hildesh.97; ungenau Falke, T. C. 236. — 2 ) Ann. Saxo (M. G. SS. VI, 632) 995:Teodericus eomes palatinus et frater ejus Sigibertus, Saxones praeclari,obierunt; ebenso Thietm. chron. a. a. 0. III, 773, wo Saxones praeclarifehlt. - 3 ) N. Mittheil. X, 2, S. 261. — 4 ) Das. XI, 243. — 8 ) Forsch. XIV,24. — 6 ) Thietm. chron. a. a. 0. III, 795. — 7 ) Nebe in Z. d. H.-V. 2. Jahrg.(1869), 1, S. 88 ff.; 3. Jahrg. (1870), 580 ff.; 12. Jahrg. (1879), 398 ff. — DerMeinung Kurze's (N. Mittheil. XVII, 305 ff.), dass der Pfalzgraf Friedrich I.der Familie der Harzischen Grafen angehörte, kann ich nicht zustimmen,sondern folge lieber der natürlicheren Auffassung Nebe's a. aa. 00. der Z.d. H.-V., welche nicht bloss gestattet, ihn unbedenklich den Söhnen desPfalzgrafen Athelbero in unserer Stammtafel II anzureihen, sondern ihn auchals einzigen Fortsetzer des Gosecker Grafenhauses anzuerkennen. Ebenso-wenig kann ich zugeben, dass die von Kurze a. a. 0. S. 312—329 angeführtenNachfolger Friedrichs I. in der Pfalzgrafenwürde dem gräflich Goseck'schenGeschlechte angehörten. Burchard (1002—1017), den Pfalzgrafen und Grafenin einem Theile des thüringischen Hessengau's, und seinen von Meyer (Z. d.H.-V. 15. Jahrg. [1882], 247) als dessen Sohn und Nachfolger nachgewiesenenPfalzgrafen Siegfried, der nach seinem am 25. April 1038 erfolgten Tode inder Kirche der Burg Wimmelburg, sw. von Eisleben, beigesetzt, und vonseinem Bruder, dem Bischof Bruno von Minden, überlebt wurde (Ann. Saxoa. a. 0. VI, 682), möchte ich den Edlen von Querfurt beizählen, in derenFamilie der Name Burchard heimisch war. (Holstein in Z. d. H.-V., 7. Jahrg.[1874], zu S. 177; vgl. Mooyer's Ansicht in N. Mittheil. V, 1, S. 68, 73; VII,3, S. 62.) Dem anscheinend kinderlosen Siegfried folgte in der pfalzgräf-