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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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das Lob, welches ihm in einem — allerdings verdächtigen —Abkommen zwischen dem Kloster Hilwartshausen und einigenNonnen des Klosters Gandersheim vom Jahre 1003 gespendetwird, indem von ihm gerühmt wird, er sei „inter principes nonminimus et inter prudentes prudentissimus" gewesen 1 ).

Auf der väterlichen Burg ist der Pfalzgraf Bern nicht be-kannt; erst als Inhaber einer Grafschaft im sächsischen Hessen-gau wird er in einer zu Dornburg am 16. November 958 aus-gestellten Schenkung von Gütern in Grossen-Eder (Westnetri)seitens des Königs Otto I. an seinen Vasallen Retolt zuerst ge-nannt 2 ). 970, am 11. April, wird seiner gelegentlich einerSchenkung von sechs Hufen Landes gedacht, welche KaiserOtto. I. mit den darauf angesessenen sechs Familien der angeb-lichen Aebtissin Helmburg zu Hilwartshausen in Bavenna macht.Die Hufen lagen in Gimte (Gemmet) in comitatu Bernonis co-mitis s ). Die Lage dieses Dorfes im Leinegau 4 ) würde, wenn dieUrkunde echt wäre, beweisen, dass auch dieser Gau zu seinerGrafschaft gehörte. Die Urkunde ist aber ein Falsum, wie sichspäter zeigen wird.

Als der Kaiser im Sommer 972 aus Italien zurückkehrte,finden wir Bern in seiner Begleitung. Am 30. Juli d. J.führt ein Adelbertus marchio et comes palatii in Mailand denVorsitz im Placitum zu Gunsten der Kanoniker von Bergamo inGegenwart der Kaiser Otto I. und Otto IL 5 ), den ich trotz des

') Forsch. XIV, 27. — 2 ) M. G. DD. I, 277, Nr. 197; v. Heinemann,C. d. A. I, 21, Nr. 29; Wilmans-Philippi, Kaiserurkk. II, 77, Nr. 83 zumJ. 959; Erhard, B. h. W. I, 130, Nr. 584 zum J. 959; Böhmer-Ottenthai, E.imp. II, 133, Nr. 264. — 3 ) M. G. DD. I, 537, Nr. 395; Or. G. V, 7; Stumpf,E. K. IH, 309, Nr. 218; Böhmer - Ottenthai a. a. O. II, 228, Nr. 520 irrigzum 10. April. — Nachzeichnung, nicht Neuausfertigung dieser Schenkung(vgl. Ficker, Beitr. I, 296) von-demselben Tage für die Aebtissin Hemma inM. G. DD. I, 611, Nr. 451; Stumpf, E. K. Nr. 489; Böhmer - Ottenthai a. a.0. 229, Nr. 521, der sie als Fälschung erkennt, mit Datum April 10. — KaiserOtto II. bestätigt der Aebtissin Helmburg an demselben Orte und Tage dieseSchenkung seines Vaters. (M. G. DD. n, 1, S. 27, Nr. 20; Stumpf, E. K.III, 21, Nr. 14.) Auch diese Urkunden erweisen sich später als Erfindungen. —4 ) Villa Gemmet in pago Logni (Leinegau) heisst es in Urkunde von De-cember 1017. (Stumpf, E. K. in, 41, Nr. 35; S. 879, 886 vom Or. St.-A. H.,Kl. Hilwartsh. Nr. 9 zu 1016; das. auch die Origg. der übrigen genanntenFälschungen; Stumpf, E. K. Nr. 1695 zu Decbr. 1017.) - 6 ) M. G. DD. I,567, Nr. 416.

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