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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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gang zwischen dem Bischof und dem jungen Bernward, worausman folgern muss, dass Letzterer entweder in seiner Diöcesegeboren war oder darin wohnte'). Beides bestätigt der weitereVerlauf unserer Darstellung.

Ueber Bernwards Mutter giebt uns Thangmar ziemlich ge-naue Nachricht. Er nennt sie eine Tochter des PfalzgrafenAthelbero (filia Athelberonis palatini comitis) 2 ), verschweigt aberihren Taufnamen, über den wir auch anderweit keine Auskunftbekommen. Desto sicherer kennen wir das Geschlecht, welchemAthelbero angehörte. Dieser, in den Quellen auch Bern, Bernound Adalbero genannt, war der erste authentisch überliefertePfalzgraf von Sachsen Goseck'schen Stammes, dessen Gliedersich nach der Verwandlung ihres Stammsitzes Goseck a. d. Saalein ein Benediktinerkloster (wahrscheinlich 1043) nach ihremneuen Wohnsitze Putelendorf 3 ) „Pfalzgrafen von Putelendorf"nannten 4 ).

Als Vater des Bischofs Poppo (Folkmar) von Utrecht,eines Bruders von Bernwards Mutter, wird Athelbero vonThangmar 5 ) unmittelbar bezeugt, und wie der Name Folkmar inder Koseform Poppo, so kommt der Athelbero's in der abgekürztenForm von Bern vor. Der Biograph des Abts Johann von Gorze(960—974), welcher im St. Arnulfskloster in Metz schrieb, be-richtet nämlich, dass er jenes Leben zu schreiben oder vielmehrzu vollenden vom Bischöfe Dietrich von Metz (965 — 984) an-gefeuert sei, als bei diesem im Weihnachtsfeste (zwischen 977und 984) der Bischof der Kirche von Utrecht oder Deventer,

Poppo, mit seinem Vater, dem Pfalzgrafen Bern (------- Popo —

cum suo — genitore-----------cui nomen Berno) sich befunden

habe 6 ). Berns Nachfolger war sein Sohn Dietrich, derselbe, denwir zuletzt mit seinem Bruder Sibert (Sicco I.) im Jahre 984auf der Asleburg sahen, und der in einer Urkunde KönigOtto's in. aus dem Jahre 992 7 ), sowie in der Grenzbeschreibungzwischen Hildesheim und Minden (983—993) 8 ) palatinus genannt

J ) Buchholz in Z. f. N. 1857, 198. — 2 ) Vita Bernw. a. a. 0. 758. —s ) Jetzt Botteudorf a. d. Unstrut, sw. Querfurt. — 4 ) Z. d. H.-V., 3. Jahrg.(1870), 579 ff. — 6 ) Vita Bernw. a. a. 0. 759. — 6 ) Vita Joh. Gorziensis inM. G. SS. IV, 350. — *) Erath, Cod. d. Quedlinb. 23, Nr. 31 zu 993; vgl.Stumpf, B. K. Nr. 952; M. G. DD. II, 2, S. 490, Nr. 81. — 8 ) Lüntzel, Ae.D. H. 345 u. a. 0.

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