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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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so scheint es" sich im Wesentlichen seinem Vorgänger an-schliesst. Verstehe ich "Wattenbach recht, so schrieb die ältesteHand von 11051125, worauf nach einer Unterbrechung vonvier Jahren, im Jahre 1129 die Arbeit wieder aufgenommen undin trefflichster Weise bis 1139 fortgeführt wurde. Diese wich-tige Entdeckung gewinnt nach desselben Gelehrten Meinungnoch weitere Bedeutung durch einen Aufsatz von Bernheim 1 ),welcher die Ansicht aufstellt und begründet, dass die Pader-borner Annalen mit dem Tode Lothars und dem Siege derStaufer abschlössen und erst später eine dürftige Fortsetzungerhielten.

Alle diese Angaben passen nun vortrefflich zu meiner Auf-fassung, dass Konrad von Winzenburg, wenn nicht der Urheber,so doch jedenfalls der Fortsetzer des Werkes in der Zeit von11291139 war. Das Jahr 1129 bezeichnet, wie wir uns er-innern, seinen Eintritt in das Kloster Abdinghof; es wird nach-zuweisen sein, dass das Jahr 1139 die Grenze seiner dortigenThätigkeit als Prior und Geschichtschreiber bildete.

Konrads irdische Laufbahn scheint nämlich in Abdinghofnoch nicht abgeschlossen zu sein. Seine Spur lässt sich nochweiter verfolgen, und diese weist nach dem zur PaderbornerDiöcese gehörenden Kloster Heimarshausen hin, in welchem ergleich anderen Abdinghofer Mönchen vor ihm 2 ) die Abtswürdeerlangt zu haben scheint. In keinem der drei Aebte des NamensKonrad, welche das Todtenbuch Abdinghofs verzeichnet, und vondenen einer der Nachfolger Hamuko's (f 1140) wurde 3 ), vermagich den früheren Prior dieses Klosters zu erkennen, wohl aberin einem Konrad, welcher als Abt in Heimarshausen zuerst imJahre 1142 urkundlich genannt wird 4 ). Sein erst drei Jahrenach 1139 dort bekanntes erstes Auftreten schliesst bei demsehr geringen Vorrath von Heimarshäuser Urkunden keineswegsaus, dass er nicht schon 1139 zu amtiren begonnen hat.

Mein Beweismaterial für die neue Würde beschränkt sichim Wesentlichen auf den Inhalt einer Beurkundung des AbtsKonrad von Heimarshausen vom Jahre 1170, aus welcher her-vorgeht, dass sein Kloster verschiedene Güter zu Weende an

] ) Forsch. XV, 239-288. 2 ) V. A. 1842, 368 f. a ) Erhard a. a.0. II, C. d. 34, Nr. 241 v. J. 1142. 4 ) Das. 35, Nr. 242.