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zusammengebracht und Heinrich d. L. ihm 5000 entgegengestellthaben'). Mit Brand und Verwüstung schädigte man sich gegen-seitig das Land 2 ), namentlich die Landschaften um den Harzherum hatten schwer zu leiden. Osterode, Lutter a. B. (Lut-rede) und viele Burgen und zahllose Dörfer wurden zerstört 3 ).In einem Gefechte unweit Herzberg fand Graf Lüdiger I., derSohn Ludolfs I. von Wöltingerode 4 ), auf der Seite Albrechtsden Tod 5 ). Dann scheint der Kampf durch königliche Dazwischen -kunft oder durch Waffenstillstand abgebrochen zu sein,' dennEnde Juni 1152 befand sich Albrecht in friedlicher Beschäftigungin Halberstadt 6 ). Endlich gelang es dem Könige, auf dem Hof-tage in Würzburg (16.—24. October 1152), wo Heinrich undAlbrecht persönlich erschienen 7 ), einen Ausgleich in der Weisezu Stande zu bringen, dass die Winzenburg'schen Besitzungenan den Sachsenherzog, die Plötzkau'schen an den Markgrafenfielen, in dessen Machtsphäre sie lagen 8 ).
Obgleich Hermanns Gemahlin und seinen Töchtern in demVertrage vom 8. Mai 1150 die Nachfolge in Winzenburg zuge-sichert war (S. 164), zog Bischof Bernhard I. von Hildesheim dennochdie Burg als heimgefallenes Lehn für seine Kirche ein, in derenBesitz sie nun bis ans Ende blieb. Die Homburg, welche GrafHermann IL erst 1144 mit einem bedeutenden Theile desBomeneburg'schen Erbguts gekauft und dann durch den ge-nannten Vertrag der Hildesheimschen Kirche zu Lehn aufge-tragen hatte, beanspruchte Heinrich der Löwe, ebenfalls ohneRücksicht darauf, dass nach demselben Vertrage auch HermannsTöchter zur Nachfolge im Lehn berechtigt sein sollten. Wahr-scheinlich stützte Heinrich seine Ansprüche auf die Veräusserungder Bomeneburg'schen Güter an den Grafen Hermann, die erals zu Recht bestehend nicht anerkannte, weil er sich selbstals Erbe des Grafen Siegfried IV. von Bomeneburg ansah.
J ) Ann. Steuert, das. XVI, 207 irrig zu 1151. — 2 ) Ann. Palid. das.XVI, 86, wo der Streit fälschlich schon in Mersehurg beigelegt wird. —3 ) Chron. Sampetr. 29. — *) Z. d. H.-V., 23. Jahrg. (1890), Stammtafel I. —s ) Ann. Palid. a. a. 0. 87 zum falschen Jahr 1153. Havemanu, Br.-Lüneb.Gesch. I, 166, Note 3 macht aus ihm einen Grafen von "Wernigerode. —6 ) v. Kaumer, Keg. h. Brand. I, Nr. 1186, 1187. — ') Ann. Stad. in M. G.SS. XVI, 344. — 8 ) Ann. Palid. a. a. 0. 86; Deutsche Chroniken II (M. G.h.) 219.