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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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mit ihm sein Kanzler Adelbert und die zwölf Fürsten unterdenen der comes Herimmannus, welche als Bürgen dienten J ).

Nunmehr schien der Kaiserkrönung kein Hinderniss mehrim Wege zu stehen, und der König stand am 11. Februar aufden Neronischen Wiesen vor Rom. Die Krönungsfeier sollte amfolgenden Tage in der Peterskirche stattfinden, allein sie scheitertean dem leidenschaftlichen, selbst von thätlichen Feindseligkeitenbegleiteten Widerspruche geistlicher und weltlicher Fürstengegen den verlesenen Vertrag. Unter dem Beifall der Mehrzahlder deutschen Geistlichkeit wurde der Papst noch an demselbenAbend mit 16 Cardinälen zum Gefangenen gemacht. Nur Erz-bischof Konrad I. von Salzburg hatte es gewagt, über dasschmähliche Verfahren gegen den Papst seinen Unwillen zuäussern; aber ein fränkischer Ministerial aus dem Gefolge desKönigs man nannte ihn Heinrich mit dem Haupte 2 ) zücktedas Schwert und drohte Konrad mit dem Tode 3 ).

Nach drei Tagen blutigen Kampfes mit den Römern ver-liess Heinrich als Sieger die Stadt, den Papst und eine AnzahlCardinäle mit sich fortführend. Bald jedoch kehrte er mitstärkerer Macht zurück und zwang den ihm folgenden Papst,am 11. April eine neue Vereinbarung mit ihm abzuschliessen,worin Paschalis der Investitur der Bischöfe und Aebte entsagte,den König in rechter Weise zu krönen versprach, und ihn niezu bannen, wohl aber nach Kräften zu unterstützen verhiess.Dafür verpflichtete sich Heinrich, den Papst mit allen Gefangenenund Geiseln freizulassen, der römischen Kirche die von ihmentrissenen Güter zurückzuerstatten und dem Papste unterVorbehalt der Ehre des Reiches zu gehorchen. Diese Ver-

l ) Ann. Komani a. a. 0. V, 474; M. G. LL. II, 67. 2 ) Unzweifelhaftist Heinrich Haupt (Heinricus cognomine cum capite, Heinricus cognomentoCaput) der erste der Heinriche von Pappenheim, die nachher als Keichs-ministerialen und Keichsmarschälle oft genannt werden. Schon Töche, KaiserHeinrich VI. (Jahrb. d. deutschen Gesch.), 148, 742 hat klar erwiesen, dassder von den Italienern Henricus Testa oder Henricus de Kalden (Kalentin)genannte Marschall ein Pappenheim war. Testa ist Uebersetzung von Haupt.Das alte Wappen der Pappenheimer zeigt ein Menschenhaupt, und Hauptist noch jetzt Vorname in der Familie. (Ficker, Forsch, z. Reichs- u. Kechtsgesch.Italiens, II, 146; derselbe, die Eeichshofbeainten der staufischen Periode,12 ff.; Giesebrecht, D. K. Z. 4. Aufl. III, 2 [1877], 1199.) ») M. G. SS. VII,14; XI, 41, 68; XVII, 452.

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