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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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7. März 1110 das Investiturverbot, wie es im Jahre 1107 aufdem Concil von Troyes besprochen worden war, feierlicherneuerte 1 ). Heinrich wird sich darüber nicht getäuscht haben,wenn er sich auch in einem Schreiben an den Bischof Otto I.von Bamberg vom Jahre 1116 2 ) den Anschein gab, als sei erhoch erfreut über die Botschaft des Papstes.

Auf der Rückreise zu Anfang des Jahres 1110 besuchtendie Gesandten die Markgräfin Mathilde von Tuscien (Toscana) die grosse Gräfin nannte sie ihre Zeit und wurden vonihr freundlich aufgenommen und beschenkt 3 ). Ende März trafdann die Gesandtschaft in Lüttich ein, wo der König zur Be-grüssung seiner achtjährigen Braut Mathilde 4 ), der TochterKönig Heinrichs I. von England, weilte, und dann zu den prunk-vollen Verlobungsfeierlichkeiten nach Utrecht reiste, wo er umOstern auf einem Reichstage den Fürsten des Westens seineEntschlüsse wegen des Römerzuges eröffnete, nachdem er sichder Zustimmung und des Beistandes der Fürsten aus dem öst-lichen und südlichen Deutschland bereits am 6. Januar d. J. aufdem Reichstage zu Regensburg versichert hatte 5 ).

Mitte August 1110 brach dann der König mit einem grossenHeere, umgeben von vielen Fürsten und Grossen, unter ihnenvor allen sein Kanzler Adelbert, nach Italien auf. Am 27. De-cember war er in Arezzo an der Grenze des Kirchenstaates underöffnete die Unterhandlungen mit der päpstlichen Curie und denRömern. Von hier aus schickte Heinrich eine Gesandtschaft anden Papst und verhandelte durch dieselbe über die Kaiser-krönung; zugleich rückte er mit dem Heere weiter gegen Romvor. Die zurückkehrenden Gesandten, deren Namen nicht über-liefert sind, trafen den König schon in Aquapendente. Von hierwurde im Januar 1111 eine neue wichtigere Gesandtschaftan Paschalis abgeordnet; mit ihr kehrte eine römische, die beiHeinrich bittend erschienen war, nach Hause zurück. Das Hauptdieser zweiten Gesandtschaft war der Kanzler Adelbert; die

») Jaffe, Reg. pont. Rom. (Ed. II) I, 740. 2 ) Jaffe, B. r. Germ. V,305. Das Jahr 1116 begründen die Götting. gel. Anzz., 1873, II, 1057.Giesebrecht, D. X. Z. 4. Aufl. III, 2 (1877), 1196 setzt das Schreiben in denApril 1110. s ) Donizo, Vita Mathildis in M. G. SS. XII, 401. 4 ) InEngland hiess sie Adelheid. 6 ) Ann. Col. max. Reo. I in M. G. SS.XVII, 748.

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