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der Leiter derselben — comes Herimannus, advocatus noster —noch in demselben Jahre starb.
Der Tod hatte ihn (comes Hermannus de Windeperge)verhindert, die Uebergabe eines von seinem verstorbenen Neffen,dem Grafen Konrad II. von Rattelnberg, der Abtei Formbachvermachten Hofes in Kaiheim (Chadelheim) zu bewirken. Deshalbführte seine Wittwe (conjunx), die venerabilis cometissa Haedewiccum filio suo Herimanno (I. von Winzenburg) die Uebergabeaus, und gab der Abtei noch verschiedene eigene Güter 1 ). Umdieselbe Zeit (1122 oder etwas später) stiftete dieselbe Hedwig(relicta Herimanni comitis N[omine] Hadewich) cum manu filiisui Herimanni (I. von Winzenburg) dem Marienaltar (in derKirche zu Formbach) ein Seelgeräth für ihren verstorbenenGemahl. Erster Zeuge der damit verbundenen Güterschenkungist der Mitstifter Heriman, fllius predictae dominae 2 ).
Im Wittwenstande lebte die Gräfin Hedwig noch etwa 1130,denn in diese Zeit ist die Schenkung von drei Hörigen und dieZurückgabe einer halben Hufe bei Kaiheim (Chadelheim) zusetzen, welche die domina Haedewic cometissa de Windepergean die Abtei Formbach vollzog 3 ).
Oefele 4 ) und Biezler 5 ) halten die Gräfin Hedwig von Wind-berg, Hermann's (zweite) Gemahlin, für eine geborene (ver-wittwete?) Gräfin von Deggendorf auf Grund des Nekrologiumsdes Klosters Windberg, welches zum 13. Juni (nach 1130) einecomitissa Hadewic de Tekendorf aufführt, die als soror nostrabezeichnet wird 0 ), mithin in genanntem Kloster gestorben seinmuss.
Aus diesen Ermittelungen ergiebt sich nun Folgendes: DieMeinung aller Historiker ohne Ausnahme, der Graf Hermann I.von Winzenburg sei der Sohn aus der Ehe der Gräfin Mathildevon Reinhausen mit dem baierischen Grafen Meginhard vonFormbach und Windberg gewesen, ist unrichtig. Das geht ausdem urkundlich erwiesenen Todesjahre 1066 des Letzteren undaus dem Geburtsjahre Hermanns I. von Winzenburg (um 1083)
*) Urkb. d. Landes ob d. Enns, I, 632, obne Jabr; feblerbaft: M. B.IV, 21, Nr. 12 zum J. 1122 und bei Moriz a. a. 0. 230. — 2 ) M. B. XXIX,2, S. 61'. — ») Urkb. d. Landes ob der Enns, I, 641; ungenau: M. B. IV,23, Nr. 16 und Moriz a. a. 0. 235. — *) Gesch. d. Grafen von Andechs, 60,Note 15. - 6 ) Gesch. Baierns I, 867. — ü ) M. B. XIV, 99.