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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Eeinliausen, Buhle und Bernsrode) als Precarie übertragen würden.Wie sehr der Bischof selbst fürchtete, den Vorwurf des Abts,dass er seine Nichte zu der Schenkung gedrängt habe, zu ver-dienen, verräth er durch die Eingangsworte der Urkunde, woer sagt,es sei die Pflicht eines geistlichen Oberhirten, inBereicherung der Kirche Maass zu halten, damit er deren Kindernicht durch das Gewicht seiner Würde um ihr Vermögen bringeund sie bedrücke. Nur die freiwillige Gabe, die keinem durchZudringlichkeit und Druck abgezwängt, keinem beschwerlich sei,sei angenehm vor Gott." Weiter klagt der Abt in seinemBericht, dass die hildesheimischen Capitulare nun auch dieSchenkung der Aebtissin Eilika an sein Kloster anfechten wollen,und nur, wie sie sagen, auf ihn, den schwachen und armen MannRücksicht nähmen; freilich, fügt der Abt hinzu, seien jetzt ihreBemühungen vergeblich, denn die Reinhäuser Kirche habe jenesGut schon 20 Jahre vor seinem Eintritt und nachher eben so langeohne Unterbrechung rechtlich und in gutem Glauben besessen.

Aus dem Hildesheimer Todtenbuche') erfahren wir, dassEilika am 4. September eines ungenannten Jahres gestorben ist.Nach einer Bulle des Papstes Innocenz II. für das Kloster Rein-hausen, welche nach dem Pontiflcatsjahre X in's Jahr 1140gehört, und die Aebtissinnen Eilika zu Ringelheim und Adelheidzu Quedlinburg (!) zu den Wohltäterinnen des Klosters zählt 2 ),könnte man versucht sein, ihren Tod nach 1140 anzusetzen,wenn das Diplom echt wäre, was aber nicht der Fall ist.

Ueber die Todeszeit ihrer Schwester Adelheid, Aebtissinzu Stederburg, wissen wir nichts.

Als dritter Sohn Ellis II. wird von dem Abt Reinhard einGraf Hermann (III.) genannt, der von den seitherigen Geschichts-schreibern des Reinhäuser Geschlechts fast unbeachtet blieb underst in neuerer Zeit durch die verdienstvolle Arbeit des Ober-Forstmeisters Werneburg 3 ) zu der ihm gebührenden Bedeutunggelangt ist. Durch nichts ist die Geschichte der Grafen vonWinzenburg mehr verdunkelt, als durch die Verwechselung dieses

heim die von beiden Gräfinnen von Keinhausen der Hildeskeim'schen Kirchegeschenkten Güter seinem Domkapitel (das.). ') Leibniz, SS. r. Br. I, 766;Z. f. N. 1840, 97. 2 ) Niedere. Urkk., Cod. msc. bist. vol. XXV, fol. 138 ind. Univers.-Bibl. zu Göttingen; Leibniz a. a. 0. I, 707. 3 ) Mittheil. d. V.v. Erfurt, H. 11, S. 34 ff.