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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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und Hermann lassen Esico IIL und Elli II. deutlich als SöhneHermanns II. erkennen. Elli IL, dessen Geburt Cohn x ) um 1010 ver-muthet, pflanzte mit einer Gemahlin, in welcher derselbe Forscheraus namensverwandtschaftlichen Gründen eine Tochter des GrafenUdo IL von Katelnburg zu erkennen glaubt 2 ), den Stammfort. Seiner Ehe entsprossten nach dem Bericht des Abts Bern-hard vier Söhne: Konrad, Heinrich L, Hermann III. und Udo,der spätere Bischof von Hildesheim, sowie zwei Töchter: Mathildeund Richenza. Eine dritte Tochter Beatrix, die der Abt nichtnennt, weil sie zur Zeit der Stiftung seines Klosters verheirathetoder wohl gar schon Wittwe war, und deshalb demselben keinInteresse schenkte, lernen wir später noch näher aus einem Briefekennen, der in's Jahr 1079 gehört 3 ).

Ueber Konrad wissen wir wenig. Er war vielleicht derGraf dieses Namens, der mit einem Grafen Heinrich (seinemBruder?) unter den verschworenen Sachsen genannt wird 4 ),welche im Sommer 1073 in Wormsleben 5 ) beschlossen, gegen dieWillkür des Königs Heinrich IV. die Waffen zu erheben. Sicherist er der Konrad, welcher im weiteren Verlauf des Sachsen-krieges mit seinem Bruder, dem Bischof Udo von Hildesheim,am 21. Januar 1085 von den Sachsen angeklagt wurde, mit demKaiser unterhandelt zu haben, nachdem am Tage zuvor zu Berl-städt (Percstad) in Thüringen ein vergeblicher Versuch zurBeendigung des Krieges gemacht war. Da Udo und Konradleugneten, dass sie mit Heinrich IV. gesprochen, so warf manihnen Landesverrath vor und verlangte Geiseln für ihre Treue.Sie weigerten sich; es kam zu Thätlichkeiten und Graf Dietrich(IL von Katelnburg) mit einem Vetter, der ihn vertheidigenwollte, wurde erschlagen. Udo und Konrad flüchteten sich nachFritzlar zum Kaiser 6 ). In einem der folgenden Kämpfe ist GrafKonrad, für Kaiser Heinrich IV. tapfer streitend, gefallen, vor-ausgesetzt, dass er mit dem Chunradus comes gemeint ist, denunsere Quelle 7 ) angiebt. In diesem Falle wird er der Conradus

] ) Forsch. VI, 556. 2 ) Das. VII, 615 f. 3 ) Sudendorf, Registrum I,20, Nr. 12. 4 ) Lamberti Hersfeld. Annal. in M. G. SS. V, 196. 6 ) NichtHaldensleben, wie gewöhnlich angegeben wird. (Giesebrecht, D. K. Z. III[1868], 266.) 6 ) Ann. Magdeb. in M. G. SS. XVI, 176 f.; Ann. Saxo das.VI, 721 f. 7 ) Freher (Waltram), Apol. pro Henrico IV., SS. I, 287;Lüntzel, D. u. St. H. I, 266.