schenkte 1 ). Auch diese Urkunde ist, wie ich im Capitel IVzeigen werde, schwerlich echt. Dennoch unterliegt die Amts-gewalt Hermann's über den Leinegau in dieser Zeit deshalbkeinem Zweifel, weil schon am 10. August desselben Jahres ineiner unzweifelhaft echten Urkunde desselben Königs wiederumein comes Herimannus vorkommt, in dessen Gau (pagus Lochne)die Dörfer Parensen (Peranhuson), Lödingsen (Liudingeshuson),Adelebsen (Helleveshuson), Lenglern (Lengleron), Rodereshuson(wüst) und Hetjershausen (Hatticheshuson) lagen, welche derKönig seiner Schwester, der Nonne Sophie in Gandersheim, mitanderen Gütern schenkte 2 ). Auch nur dieser Graf im Leinegaukann mit dem comes Herimannus gemeint sein, welcher, währendder König in seiner Pfalz Grone residierte, am 6. Januar 992dort erschien, um Otto III. zur Schenkung des Hofes Walbeckund einiger anderer Ortschaften an das Stift Quedlinburg zuveranlassen 3 ). Hiernach ist anzunehmen, dass derselbe GrafHermann I. es war, welcher fünf Jahre später mit seinem SohneSiegfried genannt wird, als Kaiser Otto III. am 2. September 997der Schwester des Bischofs Bernward von Hildesheim, Tbiet-burga, eine Königshufe im Dorfe "Wollmarshausen (Wosthalmes-husun) schenkte, welche in pago Lainega (fälschlich für Lochne)et in comitatu Herimanni ac filii ejus Sigifridi comitis lag 4 ).
Zweifelhaft ist es, ob mit dem comitatus Hermanni comitis,in welchem eine ungenannte Besitzung lag, welche König Hein-rich IL am 30. Januar 1007 dem Kloster Heimarshausen schenkte 5 ),der Leinegau oder der sächsische Hessengau gemeint ist. Dichtan der Grenze des letzteren lag das Kloster, sodass die un-genannte Besitzung ebensowohl in diesem Gau, wie in dem be-
J ) M. G. DD. II, 2, S. 465, Nr. 60, mit Zweifeln an der Echtheit;Stumpf, E. K. III, 28, Nr. 22. — 2 ) M. G. DD. II, 2, S. 474, Nr. 67;Leibniz (Pertz), Ann. imp. III, 549; Harenberg, H. e. Cr. 625. Ungenau:Leibniz, SS. r. Br. II, 376; Leuckfeld, A. Gandersh. 110. — 3 ) M. G. DD. II,2, S. 489, Nr. 81; v. Heinemann, C. d. A., I, 60, Nr. 76; Posse, C. d. S. r. I,1, S. 271, Nr. 38; Krühne, Urkb. d. Klöster der Grafscb. Mansfeld (Ge-schichtsq. d. Prov. Sachsen XX) 535, Nr. 1. — 4 ) M. G. DD. II, 2, S. 669,Nr. 253 mit richtigem Datum Septbr. 2, während alle übrigen Drucke irrigden 3. Septbr. angeben; Or. G. IV, 475; Posse a. a. 0. I, 1, 'S. 278, Nr. 49(unvollständig). Fehlerhaft: N. V. A. 1828, I, 266. — 6 ) Wilmans-Philippi,Kaiserurkk. II, 152, Nr. 132; Erhard, E. h. W. I, 148, Nr. 738; Wenck,H. L. II, 2, Urkb. 42, Nr. 34.