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durch mehrere Generationen als Gaugrafen im fränkischen Saalgauerwiesen sind. In diesem Gau lag auch jenes Karsbach, inwelchem Gisla als Wittwe Unwan's ein Kloster gründete.
Die Descendenz jenes Grafen Esic L, den wir um die Mittedes 9. Jahrhunderts als Enkel des muthmasslichen EeinhäuserHiddi ermittelten, ist ein ganzes Jahrhundert hindurch in un-durchdringliches Dunkel gehüllt. Erst am 22. Juni 942 erscheintin einer Schenkung König Otto's I. wieder ein Allo (Elli) alsInhaber einer Grafschaft in dem, dem fränkischen Hessengauangrenzenden sächsischen Hessengau 1 ), den wir um so sichererfür einen Reinhäuser halten dürfen, als wir denselben Allo nacheinem Bestätigungsdiplome desselben Königs vom 15. April 950auch als Gaugrafen in dem benachbarten Leinegau (in pagoLogni) treffen 2 ), in welchem die Grafen von Reinhausen un-zweifelhaft erbliche Inhaber des Gaugrafenamts wurden 3 ). Nochim Jahre 965 stand ein comes Elli (I) — jedenfalls der vor-genannte Allo — dem richterlichen Amte in beiden Gauen, demsächsischen Hessengau und dem Leinegau, vor. Das zeigt dieUrkunde vom 12. April d. J., worin Kaiser Otto I. den schonerwähnten Haupthof Rösebeck a. d. Diemel (Rosbach — in pagoHassonum in comitatu Elli comitis) nebst den dazugehörigenOrtschaften dem St. Moritzkloster in Magdeburg schenkte 4 ).Elli's I. Gau kann nur ein kleines Stück des grossen sächsischenHessengaus umfasst haben, weil dieser schon nach dem Em-
>) M. G. DD. I, 132, Nr. 48; Bühiner-Ottenth., R. imp. II, 60, Nr. 106;Wilmans-Philippi, Kaiserurkk. II, 60, Nr. 72; Erhard, R. h. W. I, C. d. 44,Nr. 53; Falke, T. C. 71. — 2 ) M. G. DD. I, 205, Nr. 123; Böhmer-Ottenth.a. a. 0. II, 89, Nr. 187; Wilmans-Philippi a. a. 0. II, 66, Nr. 77; Philippi,Osnabr. Urkb. I, 72, Nr. 92 mit Verdachtsgründen der Echtheit; Erharda. a. 0. I, 128, Nr. 569; Falke, T. 0. 746 (fehlerhaft). — 3 ) Die Königs-urkunde v. 16. Juli 895 für das Bisthum Osnabrück (Philippi a. a. 0. I, 61,Nr. 75; Böhmer-Ottenth. a. a. 0. 696, Nr. 1860), worin die Grafschaft einesAllo erwähnt wird, ist gefälscht. — Der Hypothese Kurze's in „N. Mittheil.XVII, 298", der Name Allo (Elli) sei eine Abkürzung von Adalbero, unddeshalb unser comes Allo identisch mit dem Pfalzgrafen Athelbero (Bern),dem mütterlichen Grossvater des Bischofs Bernward von Hildesheim (s. Stamm-tafel II), fehlt die Kenntniss des Verfassers mit der Geschichte der Grafenvon Reinhausen. Wäre Graf Allo Pfalzgraf gewesen, so hätte er sich wieAthelbero (Bern) auch sicher so genannt. — 4 ) M. G. DD. I, 398, Nr. 282;Böhmer-Ottenth. a. a. 0. II, 179, 378; v. Mülverstedt, R. a. M. I, 74, Nr. 186,II, 775.