Druckschrift 
Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

schenkten Güter beider Grafen lagen, waren Rösebeck (Rosback),Körbecke (Curbeclii), Wester-(Nieder-) Eisungen (Elisungi, Heli-sunge), das wüste Hiddessen (Hitteshusen, Hiltenhusen, Heites-husen) und Haueda (Hewede, Howide, Ha-wide) 1 ). Allein schenkteGraf Esic I. noch Besitzungen in Embrick (Embriches), Hümme(Emraines?) und Zwergen (Durum, wohl Lesefehler für Dueriun) 2 ).

"Wenn es nun richtig ist, dass die enorme Zahl der demKloster Fulda gemachten Schenkungen der Zeit des Abts KabanusMaurus, also den Jahren von 822842, angehören s ), so bestätigtdie Uebereinstimmung dieser Zeit mit den über die beiden Grafensonst bekannten Zeitangaben die Richtigkeit der Annahme, dassunser Graf Asig und sein Sohn die Tradenten der Güter anFulda gewesen sein müssen.

Aber noch nach einer anderen Seite zeigt sich die Bedeutungdieser Schenkungen für die Geschichte unseres Grafengeschlechts.Unter den Orten, welche im Jahre 965 zum Comitate eines GrafenElli (I) gehörten, finden sich die vorgenannten Dörfer Rösebeckund Wester-(Nieder-)Elsungen 4 ). Daraus folgt mit Rücksichtauf die unzweifelhafte Erblichkeit der Grafenämter, dass dieerwähnten Wohlthäter Fuldas und der von ihm durch mehr alsein Jahrhundert getrennte Graf Elli (I) einem und demselbenGeschlechte angehörten. Ferner erklärt sich aus dem Besitz,welchen Asig (Adalrich) und sein Sohn Esic (I) nachweislich inWester-Eisungen hatten, dass ein Esic (II), der zum Seelenheilseines verstorbenen Bruders Ludolf eine Hörigenfamilie in dem-selben Orte an das Kloster Corvey schenkte 5 ), ein Nachkommejenes als Reinhäuser erkannten Asig war. Der weite Zeitraum,welcher diese Schenkung begrenzt (8911037) 6 ), sowie dasDunkel, welches die Genealogie unseres Geschlechts in dieserZeit umgiebt, gestattet jedoch nicht, diese Brüder der Stamm-tafel I einzufügen.

'Esic I. hatte sicher Nachkommenschaft, denn wir lernenseine beiden Frauen kennen, und zwar als Wohlthäterinnen für

a ) Dronke, Trad. et antiqq. Fuldenses 41, Nr. 147; 42, Nr. 152; 101,Nr. 107, 110. 2 ) Das. 42, Nr. 153. 3 ) Gegenbaur, Kloster Fulda 96.4 ) M. G. DD. I, 398, Nr. 282; v. Mülverstedt, E. a. M. I, 74, Nr. 186;II, 775 u. a. 0. 5 ) Wigand, T. C. 24, § 89. 6 ) Dürre a. a. 0. 176 f.;Diekamp a. a. 0. 50 sub Nr. 326.

1*