seinem Sohne Asig, der auch Adalrich genannt wurde, hinter-liess. Weil aber dieser Wald zum Erbe des verstorbenen HerzogsGerhao gehörte, so gab der Kaiser am 9. Mai 813 zu Aachendem gedachten Asig den von seinem bereits verstorbenen Vaterangerodeten Bifang zurück 1 ) (s. Stammtafel 1).
Wenn wir nun in dem Corveyer Schenkungsregister einencomes Esic (I) kennen lernen, der vor 836 2 ) in demselbenHavacabrunno Eigenthum hatte, welches er dem Kloster Corveyschenkte 3 ), und darin mit einem Gherlo erscheint, welcher ineiner anderen kurz nach 843 vollzogenen Schenkung 4 ) als einerder „homines" des Grafen Esic vorkommt, in dessen Auftrageer die Ueberlassung des dem Grafen, am 20. März 843 vomKaiser Lothar I. zum freien Eigenthum übergebenen Besitzesim Dorfe Kessenich (Castenica) in der Bonner Grafschaft andasselbe Kloster Corvey unterschreibt 5 ), so wird man folgerndürfen, dass die Grafen Esic beider Traditionen eine und dieselbePerson waren. Dagegen wird man ebenso gewiss mit Wilmans f> )und Diekamp 7 ) anerkennen müssen, dass dieser Graf Esic (I) nichtidentisch sein kann mit jenem Asig (Adalrich) der Urkunde von813, sondern dessen Sohn und folglich der Enkel jenes Hiddigewesen sein muss, den Wenck richtig als Ahnherrn der Grafenvon Reinhausen erkannt hat.
Die Heimath Asig's (Adalrichs) und seines Sohnes Esic (I)in dieser Periode lernen wir aus einigen Schenkungen kennen,welche sie dem Benedictinerkloster Fulda aus ihrem Besitz imsächsischen Hessengau machten. Die Orte, in welchen die ver-
!) Wilmans, Kaiserurkk. I, 6, Nr. 3; vgl. S. 568; Or. G. IV, 411;Böhmer-Mühlb., B. imp. I, 193, Nr. 464; Cohn in Forsch. VI, 576 ff. mitZweifeln an der Echtheit, die er das. VII, 613 widerruft. Vgl. Wilmansa. a. 0. I, 568. — Ueber Bifang vgl. Waitz, D. Verfassungsgesch., VIII,259, N. 3 und Grimm, Deutsche Kechtsalterthümer 538. — 2 ) Die Zeit-bestimmung nach Dürre, Westf. Zeitschr., Bd. 36, 2, S. 164-185 und Die-kamp, Suppl. 1, S. 24 sub Nr. 177. — 3 ) Wigand, T. C. 72, § 334. —4 ) Das. 78, § 357. — 6 ) Böhmer - Mühlb. a. a. 0. I, 411, Nr. 1064; Wilmansa. a. 0.1, 89, Nr. 25; Erhard, E. h. W. I, C. d. 13, Nr. 16. — Der Kaiserbestätigt diese Schenkung des vir inluster comes Esich zwischen 844 und855 dem Kloster Corvey. (Wilmans a. a. 0. I, 91, Nr. 26; Böhmer-Mühlb.a. a. 0. I, 436, Nr. 1141; Diekamp a. a. 0. 1, S. 31, Nr. 230.) — 6 ) Kaiser-urkk. I, 9. — ■>) Suppl. 1, S. 21, Nr. 156.