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BALLADEN
6. Weinft du um deines Vaters Gut oder weinft du um deinenftojzen Mut, oder weinft du um deinen Jungfernkranz? Der ift zer-brochen und wird nicht ganz."
7. „Ich wein nicht um meines Vaters Gut, ich wein nichtum meinen ftolzen Mut, ich weine ob jener Tannen, daranJungfräulein hangen."
8. „Weinft du ob jener Tannen, daran eilf Jungfräulein hangen,fo follft du bald die zwölfte {ein, follft hangen am höchften Dö|.derlein."
9. „Ach Herre, liebfter Herre mein, erlaubt mir nur dreieinzige Schrei, dann will ich ja gern die zwölfte fein, will hangenam höchften Dölderlein."
10. Den erften Schrei, und den fie tut, den fchreit fie ihremVater zu: „Ach liebfter Vater, komme balde, fonft muß ich hierfterben im Walde!"
11. Den zweiten Schrei, und den fie tut, den fchreit fie ihrerMutter zu: „Ach Mutter, komm behende, fonft nimmt mein Lebenein Endel"
12. Den dritten' Schrei, und den fie tut, den fchreit fie ihremBruder zu: „Ach liebfter Bruder, komme balde, fonft muß icnhier fterben im Walde!"
13. Ihr Bruder war ein Jägersmann, der alle Tierlein fchiejjeikann, er hört feine Schwefter fchreien, er wollte fie befreien.
14. Der Jäger hat ein zweifchneidig Schwert, er ftach esdem Reiter durch das Herz, er tat ein Wiedelein klenken undtat den Reiter aufhenken.
15. Er nahm fein Schwefterlein bei der Hand, er führtein ihr Vaterland: „Daheim follft du häufen und bauen, einemRitter follft du -nimmer trauen."
Sehr gehalten.
Aus Schlefien.
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1. Es wollt ein-mal ein ed- ler Herr aus-rei-ten,
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ein fchar-fes Schwert drohtlhm an fei - ner Sei - ten.
2. Der Herr, der ritt auf einem fchmalen Steige, da faß dBOtter auf einem grünen Zweige.
3. Die Otter glänzt mit hellen, bittern Schmerzen, fie [tackden edlen Herrn in fein jung Herze.