150
SPINNSTUBE
SPINNSTUBE
Lochheimer Liederbuch.F
?23T
1. Ich fpring an die - fem , Rin - ge desB . F F
sxz:
i
be - ften, fo ichs kann, von hüb-fchen Fräu-leinF B F FV
77^
7ST
(in - ge, als ichs ge - 1er- net han; ich
F B F F B
ritt durch frem - de Lan - de, da (ah ich man-cher-
F B g F FV F
g
han - de, da ich die Frau - lein fand.
2. Die Fräuwelein von Franken, die fiech ich allzeit gern;nach ihn ftehn mein Gedanken, fie geben fügen Kern. Sie feindie feinften Dirnen; wollt Gott, ich follt ihn zwirnen, fpinnen wolltich lern.
3. Die Fräuwelein von Schwaben, die haben golden Haar,fie dürfens frifchlich wagen, fie fpinnen über lar; wer ihn denFlachs will fchwinge, der muß fein nit geringe, das fag ich euchfürwahr.
4. Die Fräuwelein vom Rheine, die lob ich oft und dick; fiefind fo hübfch' und feine und geben freundlich Blick; fie könnenSeiden fpinnen, die neuen Liedlein fingen, fie .feind der Lieb einStrick.
5. Den Fräuwelein foll man hofieren allzeit und weil manmag, die Zeit, die kummet fchiere, es wird fich alle Tag; nunmag, die Zeit, die kummet fchiere, es-wird fich alle Tag; nunbin ich worden alte, zum Wein muß ich mich halte, alldieweilich mag.