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Handel und. Industrie der Stadt Düsseldorf.
Mit den besten Hoffnungen war man in dieses Jahr ein-getreten. Der Erndtesegen des abgelaufenen Jahres hatteder arbeitenden Klasse wohlfeile Nahrungsmittel verschafft,namhafte Aufträge gaben der Gewerbethätigkeit neuenAufschwung und verhiessen der Arbeit gebührenden Lohn.Da kam die Kunde von den Februar-Ereignissen in Paris.Der ersten Ueberraschung folgte schon bald die Ueber-zeugung, dass die Revolution des Nachbarlandes auch fürDeutschlands politische Gestaltung wie sociale Lage vongrossem Einfluss sein würde. Die gehegten Befürchtungenfür den Handel zeigten sich auch schon recht bald als wohl-begründet. Es trat eine allgemeine Geschäftsstockung ein.Das Silber' verschwand, die Goldsorten stiegen, Papier-geld diente fast allein zur Ausgleichung der Verbindlich-keiten, Eisenbahnactien und Staatspapiere sanken im(Jourse bis zw 30 und 40 Procent, Waaven und Immobilienwaren kaum zu verwerthen, Wechsel in langer Sicht fandenkeine Nehmer.
Da griff die Staatsregierung ein, indem sie zum Schutzedes Handels und der Industrie Unterstützungs- und späterDarlehnskassen einführte. Düsseldorf wurden aus diesemAnlass 8000 Thaler bewilligt, welche als Vorschüsse meistan kleine Gewerbetreibende gegeben wurden. Am meistenhatten am hiesigen Platze unter diesen Calamitäten derkleine Handwerkerstand, wie die im Baufache beschäftigtenArbeiter, zu deren Unterhaltung die Stadt grosse Summenaufwenden müBste, zu leiden.
Die durch die Eisenbahn im zweiten Jahrzehnt nachdem Abschluss der Rheinschifffahrts-Convention veranlassteGüterbewegung am hiesigen Platze wird in der Fortsetzungdieser Abhandlung in tabellarischer Uebersicht veranschau-licht werden. Schon jetzt sei hierzu für die Strecke Düssel-dorf-Elberfeld bemerkt, dass auf derselben vom 1. September1841 bis 1. September 1842 von hier aus 136 615 Personenbefördert wurden und 241 091 Ctr. Güter, wählend diePersonenfrequenz in demselben Zeiträume von Elberfeldnach hier 125 196 betrug und das Gesammtgewicht derbefötderten Güter nur 14 654 Ctr. ausmachte. Als sehrförderlich für den hiesigen Verkehr erwies sich die .Anlagevon Geleisen zur Verbindung des Elberfelder Bahnhofesmit dem Rheine, bezw. unserem Zollhofe. Hierdurch wares ermöglicht, die per Schiff angekommenen Güter directauf die Eisenbahnwaggons und umgekehrt vom Waggonin's Schiff überladen zu können. Von gleichem Vorthei!für Düsseldorf war die im Jahre 1849 vorgenommene Ver-einigung der Düsseldorf-Elberfelder mit der inzwischenausgebauten Bergisch-Märkischen Bahn. Am 20. December