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Handel und Industrie der Stadt Düssetdorf.
in den hiesigen Fabriken, Engros- und Detail-Ge-schäften traten während der vierziger Jahre folgende Aen-derungen ein: Es bestanden hier am Platze im Jahre 1850gegen 1840 (eingeklammerte Zahlen) Bankgeschäfte 6 (5),Kaufleute en gros 40 (17), Spediteure, Speditions- undCommissionsgeschäfte, zum Theil in Verbindung mit Colonial-und Materialwaaren-Geschäften 59 (16 Spediteure), Bijou-terie-Handlungen 9 (8), Destillationen 12 mit 60—65 Ar-beitern (9), Tuchhandlungen 9 (5), Buch- und Kunsthand-lungen 17 (9), Färbereien 2 mit 28—30 Arbeitern (2),Türkischrothfärbereien seit 1843 1 (3), Tabakfabriken 5mit 250 Arbeitern (1848 2 mit 78 Arbeitern), Kattun -druckereien 4 mit 320 Arbeitern und ca. 1800 Nessel weben iin Westfalen (1842—48: 2 mit 200 Arbeitern), Fabrikenfür baumwollene und mit Wolle gemischte Waaren 6 mit13 Webern, 700 Spulern und 600 Webern in Westfalen (ent-standen Ende der 40er Jahre), Getreidehandlungen 18(1843: 10), Weinhandlungen 16 (2), Holzhandlungen 12(1842: 2), Schönfärberei und chemische Waschanstalt 2(1), Bleiröhren-, Zinnröhren-, Walzblei- und Bleidraht-Fabrik 1 seit 1847, Bonbon- und Zuckerwaarenfabrik 1seit 1844, Holzschneidereien 2, Ziegeleien 3, Kalkbrennereien1, Eisengiessereien 1 mit 10—13 Arbeitern (bis 1849 2)Kleinkrämer 307(278), Trödler 32 (32), Kohlenhändler 17(17).
Aus dieser Aufstellung in Verbindung mit voistehenderTabelle und den weiteren Angaben über die Ein- und Aus-fuhr geht hervor, dass Handel und Industrie unseres Platzeswährend des II. Jahrzehntes nach der Rhoinschifffahrts-Convention sich nicht weniger günstig entwickelten alswährend der vorhergegangenen Periode. Dies trifft in ersterLinie für die Spedition zu, welche mit der in den vierzigerJahren erfolgten Eröffnung der verschiedenen, Düsseldorfberührenden Bahnen, wie mit der immer mehr und mehrsich vollziehenden Entwickelung und Vervollkommnungunserer Dampf schiff fahrt naturgemäss von Jahr zu Ja Ju-an Bedeutung gewinnen musste.
In gleicher Weise hatte der Colonialwaarenhandel.dessen Artikel einem beständigen Wechsel unterworfensind, weil sie zum grossen Theil als rohe Naturproduktein den Handel kommen, und darum von klimatischen undörtlichen Verhältnissen, wie von dem Erfolge der jedes-maligen Ernte abhängen, zufriedenstellende Abschlüsse.Ein Beweis hierfür ist schon in der Vermehrung der Engros-Geschäfte für die Artikel dieser Branche zu erblicken, wiein dem weiteren Umstände, dass, ungeachtet der daduichhervorgerufenen Concurrenz, über Mangel an Absatz nichtgeklagt wird.