Die Abtei Düsaelthal. 485
demgemäss haben wir auf den Wunsch und mit Zustimmungdes genannten Herrn Damen, dessen frommer Absicht wirdurch gegenwärtige Schenkung nicht nur nicht entgegenzu treten, sondern in Gründung eines Klosters kräftigst Vor-schub zu leisten gesonnen sind, hinsichtlich eines andernmehr gelegenen Ortes huldreichst Vorsorge getroffen underachteten wir den unterhalb dem Grafenberg gelegenenWald, welcher gemeiniglich der Unterflingerbusch undBroich genannt wird, hierzu für geeignet.
Wir Hessen zu dem Ende diesen Wald nebst den dazugehörenden Wiesen und Weideplätzen der Länge nachvon der Zoppenbrück über den Communalweg bis zumFuss des genannten Berges, und der Breite nach von dererwähnten Brücke über die Dussel bis zu den Wiesen vonDerendorf und diesseits des Flusses bis vor die sogenanntenSpeckerhöfe und von da wiederum bis zu dem Fusse desangeführten Berges, sowie es das darüber aufgenommeneProtokoll und die Grenzsteine besagen, durch unsere Com-missare abgrenzen.
Sodann übermachen und schenken wir den oben-genannten Vätern im Hinblick auf die ewige Vergeltunghierdurch huldreichst die beiden bereits erwähnten Specker-höfe und deren Ländereien, nachdem sie nebst dem obenbeschriebenen Walde zu einem angemessenen Preise unserEigenthum geworden; ferner noch das anderseitige Uferdes genannten Flüsschens, vordem Lebel und Andern an-gehörend, zum Theil urbargemachtes Land, von der Zoppen-brück bis zu eben diesen Höfen, zugleich mit dem Wege,über welchen sonst die Viehheerden aus unserer StadtDüsseldorf in den genannten Wald geführt worden, an-fangend gleich bei Pempelfort bis hinter die sogenannteSchiffruthe; mit allen dazu gehörigen Liegenschaften,Rechten, Privilegien, Einkünften, Renten und Gefällen.Wir haben hierbei die Absicht im Auge, jene Väter zu er-mächtigen, daselbst eine Abtei nach der ursprünglichenAnordnung zu errichten, ihr Kloster nebst Kirche undsonstigen durch die Statuten oder Regel vorgeschriebenenGebäulichkeiten, auch eine Mühle, jedoch nur zum eignenGebrauch zu bauen. Demnach sollen die an Zahl wie anFrömmigkeit wachsenden Brüder gehalten sein, ungestörtGott allein, dessen Dienste sie sich zu ihrem Heile gewidmethaben, in stiller Abgeschiedenheit und im Geiste der Busseihrem Gelübde gemäss zu dienen, auch das heilige Opferfür unsere und unsrer geliebtesten Gemahlinn der FrauGrossherzoginn von Etrurien Anna Ludovica und unsreschurfürstlichen Hauses Wohlfahrt, sowie für das Heil unsrerVorfahren und Nachfolger ununterbrochen darzubringen.