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420 Geschichte der militärischen Verhältnisse der Stadt Düsseldorf.
diesen Zoll bezüglichen Zustellungen gemacht werden sollten.Die Einkünfte dieses Zolles, die verschiedenen kirchlichenGründungen zu dieser Zeit, die Erhebung des Grafen Wilhelmzum Herzog, bewirkten die Vergrösserung der Stadt, diejedoch zu der Zeit die nördliche Dussel nicht überschritt.Um eine Erweiterung der Stadt nach Süden herbeizuführen,erliessen Herzog Wilhelm und seine. Gemahlin Anna vonBaiern im Jahre 1394 eine Urkunde, welche allen denenVortheile und Erleichterungen gewährte, welche sich zwischenden beiden Düsselarmen anbauen möchten. Sie erhieltenebenfalls städtische Freiheiten und alle Privilegien derersten Bürger Düsseldorfs, indem sie vom Schöppenstuhlzu Bilk an den Schultheiss und Bürgermeister von Düssel-dorf überwiesen wurden und auf 24 Jahre von allen Abgabenbefreit wurden.
Diese neue Stadt wurde auch mit Graben undMauern versehen, doch scheint ihre Ausdehnung nochgering gewesen zu sein. Die Herzöge von Berg nahmenmit der Zeit im Schloss zu Düsseldorf ihren dauerndenWohnsitz, auch blieb nach deren Aussterben 1511 unterClevischer Herrschaft Düsseldorf Hauptstadt. Wilhelm III.,Herzog von Cleve, sah sich in den dreissiger Jahren des16. Jahrhunderts veranlasst, die Befestigung von Düssel-dorf umzugestalten, da freistehende Stadtmauern, mitThürmchen besetzt, gegen die eingeführten und verbessertenschweren Feuergeschütze keinen Schutz mehr boten. DieEinführung von Erdwerken mit Bastionen war geboten,und nahmen solche Werke mehr Raum in Anspruch, wiedie steinernen Mauern. Die Stadt erhielt 5 Thore, derenLage ein Bild von der Ausdehnung der Befestigung geben.Das Ratinger Thor stand einige hundert Schritte rück-wärts seiner jetzigen Lage, das Flingerthor am östlichenAusgang der Flingerstrasse, das Bergerthor da, wo dieAkademiestrasse die Hafenstrasse trifft, das Rheinthorzwischen Arresthaus und Freihafen, das Zollthor an seinerjetzigen Stelle. Noch besser wird eine Wanderung inner-halb der Mauern die Ausdehnung der Stadt veranschau-lichen. Das alte Schloss lag an der nordwestlichen Seitedes jetzigen Burgplatzes auf dem rechten Ufer der Dussel;die Krämerstrasse war nur auf der östlichen Seite bebautund stand am alten Schlachthause der Zollthurm. Vonhier aus gelangte man gegen Osten hin durch die Strasse„achter der Mauer am Pulverthurm", die jetzige Ratinger-Htrasse und die Strasse „achter der Mauer bei den Mönchen"zur nordöstlichen Ecke der Stadt, wo sich in der Nähe de»heutigen Eiskellers abermals ein Thurm befand. Von hieraus nach Süden zu bildet das heutige Mühlengässchen, die