Theater und Musik.
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zog es schon nach einer Saison vor, die ihm mehr Aussichtauf pecuniären Erfolg bietende Stelle als Director des Dan-ziger Theaters zu übernehmen. Georg Jacob Meisinger(1855—59) trat an seine Stelle; dieser stand bei dem Publi-cum als Darsteller unter Derossi und später unter Immer-mann noch im besten Andenken und man setzte die grösstenHoffnungen auf ihn, besonders da ihm zu gleicher Zeit vonder Regierung die Concession für Elberfeld ertheilt wordenwar. Da er sich als einen sehr tüchtigen Dirigenten zeigte,so wurde ihm nicht nur das Orchesterbenefiz erlassen, son-dern auch ein jährlicher Zuschuss von 300 Thalern zu denBeleuchtungskosten bewilligt. Trotzdem hatte er gleichim ersten Monate der Saison ein Deficit von 1500 Thalern,so dass sich das Theatercomite veranlasst sah, am 25. October1855 unter Hinweis auf die ausserordentlichen BestrebungenMeisingers zur Hebung der Bühne das Publicum zu zahl-reicherem Besuche der Vorstellungen aufzufordern; er konntesich trotz der grössten Anstrengungen nur bis zum Jahre1859 behaupten.
Nach seinem Rücktritte folgte der Director Greiner(1859—61); dann Bensberg (1861—64). Der Letztere endigtemit völligem Ruin; um das Haus zu füllen, wendete erschliesslich das verfängliche Mittel an, Billete zu den Logenund Sperrsitzen unter dem Preise zu verschleudern; dazugab er gerechte Klage über mangelhaftes Personal und nochmangelhaftere Leistungen. Die Folge war, dass er am25. März 1864 heimlich entwich, eine grosse Schuldenlastund völlige Verwirrung zurücklassend. Um die unglück-lichen Schauspieler, welche den grössten Theil ihrer Gageeingebüsst hatten, vor gänzlichem Elend zu schützen, wurdendenselben von der Stadt 500 Thaler als Unterstützungbewilligt und der Regisseur Denkhausen mit der Fortführungder Direction bis zum Ende der Saison beauftragt.
In dieser peinlichen Lage nahm man das Anerbietendes L'Arronge dankbar an; dieser hatte nach seiner Rück-kehr von Danzig vom Jahre 1858—63 das Stadt- undThaliatheater in Köln geleitet und dort ausserdem dasVictoriatheater aus eigenen Mitteln erbaut und in dem-selben von 1861—63 während der Sommermonate Vor-stellungen gegeben. Seine Rückkehr wurde mit Freudenbegrüsst, da man unter seiner Direction einen neuen Auf-schwung des Theaters nach der letzten Misswirthschaft er-wartete. Damit das Düsseldorfer Theater nicht zu einerFiliale von Köln herabgedrückt werden könnte, mussteer sich verpflichten, für Düsseldorf ein selbstständigesPersonal zu halten und seinen Wohnsitz hierher zu ver-