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Theater und Musik.
Freiwilliger in das preussische Heer ein. Ein heftiges Nerven-fieber, welches ihn noch vor dem eigentlichen Aufbruchseines Regiments ergriff, hinderte diesmal seine Theilnahmean dem grossen Werke der nationalen Befreiung. Nieder-geschlagen kehrte er nach Beendigung des Feldzuges zuseinen Studien zurück, als plötzlich die Nachricht von derEntweichung Napoleons von Elba und bald darauf derAufruf des Königs an die Freiwilligen eintraf. Immermannstellte sich mit einer kleinen Anzahl von Freunden sofortin seiner Vaterstadt. Die Erinnerungen aus diesem Feld-zuge, das bunte wechselvolle Soldatenleben, welches nunfolgte, sind in seinem Tagebuche, welches er während derersten Wochen des Feldlebens führte, in den lebhaftestenFarben plastisch dargestellt. Er kämpfte bei Belle Alliancemit und nahm auch später an dem Einzüge der Truppenin Paris Theil.
Als Offizier entlassen, kehrte Immermann nach Be-endigung des Krieges zu seinen Studien zurück, um die-selben jetzt mit Müsse beendigen zu können. Nachdemer das erste juristische Examen im Beginn des Jahres 1818bei dem Oberlandesgericht in Halberstadt abgelegt hatte,trat er in den Staatsdienst ein. Nach vorübergehendemAufenthalte in Oschersleben und Magdeburg wurde er alsAuditeur für die Garnison nach Münster versetzt, wo erim November des Jahres 1819 eintraf. Hier lernte er nacheiniger Zeit die hochgebildete und für die Poesie zart empfäng-liche Frau des aus den Freiheitskriegen als Führer einerFreischaar so bekannt gewordenen Lützow kennen, welcherseit Juli 1817 als Brigadegeneral der Garnison in Münstervorstand.
Lützow war ein tüchtiger Soldat, aber nichtsweniger als feinfühlend oder für höhere geistige Genüsseempfänglich. Das mochte wohl der innere Grund sein,weshalb das eheliche Verhältniss immer kälter wurde, daLützow im geselligen Kreise von Freunden und Kriegs-kameraden am Stammtische Zerstreuung suchte. Von demrohen Wesen ihres Gemahls abgestossen, fühlte sie sichimmer mehr zu Immermann hingezogen, dessen Dich-tungen sie ein feines Verständniss entgegenbrachte. Ohnedass er es sich zu gestehen wagte, erwachte in Immermanneine tiefe Leidenschaft für diese Frau; so liess er sich un-bewusst in immer unhaltbarere Zustände treiben, welcheseine Versetzung und die bald darauf folgende Ehescheidungin unmittelbarem Gefolge hatten.
Die folgenden Jahre verlebte Immermann in seinerVaterstadt Magdeburg, wohin ihm auch seine Freundin