Die Batigeschichte von Düsseldorf.
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an in ihrem jetzigen Umfange bestanden hat. Die Kircheist ursprünglich als romanische Basilika errichtet, derenSchiffe und Chor indess im Laufe der Zeiten wiederholtdurch Brand zerstört und vor ungefähr 20 Jahren imgothischen Stile restaurirt worden sind. Der romanischeThurm ist, wenn auch mit neuer Tuffsteinverblendung, inseinen ursprünglichen Architekturformen bis auf die Gegen-wart erhalten geblieben. Die Schiffe haben jetzt gewölbteDecken, es ist indess anzunehmen, dass sie anfangs flachgedeckt gewesen sind, da gewölbte romanische Basilikenam Niederrhein erst um 1100 auftreten. Obgleich die Kirchenur eine geringe Grösse hat, so macht sie doch, namentlichim Innern, durch die schönabgemessenen Raumverhältnisseauf den Beschauer einen überaus günstigen Eindruck.
Die Muttergottes-Kapelle wird etwas späterals die Bilker Kirche errichtet sein, ihre Fundamente habensich im Chor der Lambertuskirche vorgefunden,als ein Todtenkeller zur Beerdigung verstorbener Kanonichenhergestellt werden sollte. Beinahe an derselben Stelle,an welcher diese Kapelle gestanden hat, wurde später eineKapelle zu Ehren der Heiligen Lambertus, Severinus undAnno erbaut, welche, als im Jahre 1206 das Dorf an derDussel zur Pfarre erhoben wurde, die Pfarrkirche diesesDorfes wurde und von der Zeit an Lambertuskirche hiess.Die im gothischen Stile erbaute Kirche hatte sehr bescheideneGrössenverhältnisse und wurde, als Graf Adolf VII. beiErrichtung des Collegiatstiftes eine Vergrösserung der-selben vornahm, als Chor der neuen Kirche beibehalten,währ; nd der jetzt noch bestehende Thurm neu gebautwui'te. Die Sacristei der früheren Lambertuskirche wargegenüber der jetzigen Sacristei zur Seite des dritten Pfeilersgelegen; ihre Eingangsthür ist an den hinter den Chor-stühlen noch vorhandenen Thürgewänden von Hausteinerkennbar.
Im Jahre 1392 wurde durch Herzog Wilhelm eineVergrösserung des Stiftes und zugleich eine Erweiterungder Kirche vorgenommen; die durch Graf Adolf erbautenSeitenwände der Kirche wurden in ihrem unteren Theileweggebrochen und durch Pfeiler ersetzt. Zu beiden Seitender ursprünglichen Kirche wurden unter Beibehaltungdes Thurmes und des Chores die jetzt noch vorhandenenNebenschiffe, und zwar durchweg aus Ziegelsteinen er-baut, während die wiederbenutzten Theile der altenKirche, nämlich der Thurm, die auf den Mittelpfeilernruhenden Ueberreste der ehemaligen Umfassungsmauernund der Chor theils aus Tuffstein, theils aus Ziegeln her-gestellt sind.