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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
Entstehung
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Die Baugeschichte von Düseeidorf.

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hinter den Gärten der Hunsrückenstrasse 1 ) entlang biszur Ecke der Neu- und Wallstrasse führenden Wege zu-sammen. Ebenso wie am Ende der Ratingerstrasse standauch am Ausgange der Flingerstrasse ein fester Thorthurm,ferner befand sich zwischen beiden in der Gegend des heutigenFriedrichsplatzes ein vorspringender fester Thorthurm, je-doch ohne Thoröffnung. Die Südgrenze bildete keine geradeLinie, sondern lief vom Thore am Stadtbrückchen in süd-westlicher Richtung bis zum Zusammenstoss der jetzigenHafen- und Akademiestrasse, wo ursprünglich das nachdem Bergischen Lande führende Bergerthor stand, undwandte sich von da nordwestlich durch die Akademie- undRheinstrasse zu dem am Ausgange der letzteren stehendenRheinthore. Die Südgrenze war durch 2 Thürme befestigt.Die Westgrenze wurde durch den Rhein, bezw. durch denbis an letzteren sich erstreckenden, damals auf der west-lichen Seite noch unbebauten Marktplatz, durch das Schlossund die Krämerstrasse gebildet. Nahe der südlichen Eckestand das Zollthor. 2 )

Die innerhalb der vorbeschriebenen Grenzen liegenden,oben bereits in der Reihenfolge ihrer Entstehung nament-lich aufgeführten Strassen waren am Ende des 15. Jahr-hunderts, ja auch noch bis zur Mitte des 16. Jahr-hunderts nichts weniger als geschlossene Strassen.Die Häuserreihen zeigten stellenweise noch sehr erheblicheLücken, welche durch mehr oder minder umfangreicheGärten, Felder und Wiesen ausgefüllt wurden. Dies waraus dem früher bereits erwähnten Umstände zu erklären,dass Herzog Wilhelm I. viele Bewohner der DorfschaftenGolzheim, Derendorf, Bilk und Hamm veranlasst hatte,sich Häuser innerhalb der Ringmauern zu erbauen undvon da aus ihr früheres Gewerbe, das hauptsächlich inGarten- und Feldbau bestand, fortzusetzen. Viele diesereingewanderten Bauern hatten es indess für zweckmässigbefunden, ausser auf ihren in den Vororten belegenen Grund-stücken auch auf dem bei ihren städtischen Häusern befind-lichen Grund und Boden der früheren Beschäftigung nach-zugehen, Getreide und Gemüse zu bauen und Vieh zu ziehen,und so kam es, dass innerhalb der Ringmauern bis ungefähr

x ) Noustrasse.

a ) Das Liebfrauen- und das Lindentreppenthor waren ausserden vorgenannten 5 Thoren obonfalls noch vorhanden. Da ein Plander Stadt aus dem Anfange des 16. Jahrhunderts nicht beigegebenwerden kann, so mag auf den nachfolgenden Plan vom Jahre 1620(Fig. 3) hingewiesen werden, aus welchem sowohl der vorbeschrie-beno Umfang der Stadt als auch die Lage der obenerwähnten 5Thore (I V) ersichtlich ist. Siehe auch Fig. 4, 8, 6 und 7.