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Die Baugtechichte von Düsseldorf.
(Fig. 2) (das jetzige Montirungsdepot) und das Klostererbaut, das Hospital wurde nach der Ecke der Flinger-und Mittelstrasse, später (1709) nach der Kasernenstrasseund zuletzt (1772) nach der Neustadt verlegt, wo es nochjetzt besteht.
Zur Zeit der Erbauung des Kreuzherrenklosters warenan der jetzigen Ratingerstrasse, also ausserhalb des da-mals am Ende der Altestadt belegenen Liebfrauenthores,bereits einige Gehöfte mit in den Urkunden besonders er-wähnten Gärten und mehrere Häuser vorhanden; nachAngabe eines Heberegisters aus dem Jahre 1424 sollenin der „Vurstadt" vor dem Liebfrauenthore bereits 25 (inder Altestadt 48 und in der Neuen Stadt 76) zinspflichtigeHäuser gestanden haben. Der Bau des Klosters veranlasstedie weitere Besiedelung des nach Ratingen 1 ) führendenWeges, an dessen östlichem Ende schon zu Anfang desJahrhunderts ein zweites Thor, die Ratinger Pforte, errichtetworden war.*) Ferner wurde behufs Herstellung einerdirecten Verbindung mit der neuen Stadt der Bau einerneuen Brücke über die Dussel nöthig, welcher wiederumVeranlassung zur Anlegung einer neuen Strasse, der Neu-biückstrasse, gab. Das Mühlengässchen, welches die Ver-bindung mit dem auf der Nordseite der Stadt vorhandenen,aber noch nicht bebauten Wege, der jetzigen Ritterstiasse,vermittelte, mag zu derselben Zeit entstanden sein.
Wir haben oben gezeigt, welchen Umfang die Stadtim Jahre 1288 hatte; im Laufe weiterer 2 Jahrhundertehatte sie sich um ungefähr das Fünffache ihres damaligenUmfanges vergrössert. Die nördliche Grenze bildete, vondem an der nordwestlichen Ecke der Stadt stehenden Zoll-thurme ausgehend, der noch unbebaute Weg, welcher andie Gärten hinter den Häusern der Altestadt grenzte undbis zu dem am Eiskeller stehenden, die nordöstliche Eckeder Stadt bildenden Thurme 3 ) reichte. Die Ostgrenze er-streckte sich vom Thurme am Eiskellerberge bis zu demThurme am Stadtbiückchen und setzte sich aus dem Mühlen-gässchen und einem von da 4 ) über den Friedrichsplatz und
1 ) Gegen 800 Hrotinga, 848 Hratuga, Hretinga, 1105 Razzinga»1193 Rattengen, 1209 Rascengen, 1276 Ratingon (v. Mülmann a. a. O.S. 443).
2 ) Die Ratinger-Portze kommt nach v. Schaumburg (a. a. O.8. 17) zuerst 1425 vor.
*) Die Fundamente dieses Thurmes liegen im jetzigen Eis-kellerberge.
*) Ratinger Mauer.