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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Entwickelung des Schulwesens tu Düsseldorf.

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Uebertrag: 112 Lehrp.

6. Höh. Bürgersch. mit 20

7. Luisenschule ,, 20

8. Friedrichsschule 7

9. Marienschule 17

10. Ursulinerinnensch.,, 10

11. Schubackschule 14

12. StädtischeBürger-Mädchenschule 13

13. Volksschulen 265

75 Kl.1313

510

1010

10265

2 070 Schülern47432380239157172

41918 366

Zahl in sämmtl. Anstalten 468 Lehrp. 411 Kl. 22 303Schülern.

Diese Angaben, welche dem zuletzt beendigten Schul-jahr entnommen sind, können natürlich nicht auf dauerndeGültigkeit Anspruch machen, aber sie geben uns ein be-lehrendes Bild von der Entwickelung des Schulwesens inunserer Stadt. Dies wirkt eindringlicher, wenn wir unsin kurzen Zügen den Entwickelungsgang von Anfang biszum heutigen Standpunkte vergegenwärtigen. Vor 600 Jah-ren existirte nur die bei der Stiftskirche befindliche Pfarr-schule, bis 1392 eine Trivialschule, welche wohl meist zurAusbildung der Kleriker und der Beamten bestimmt war,dazu trat. Wie beide Anstalten einer Aufsicht, nämlichder des Scholasticus, unterstanden» so werden sie auchräumlich in demselben Gebäude untergebracht wordensein. Die Trivialschule erhielt 1545 eine humanistischeRichtung durch Gründung der Monheimschen Anstalt,aus deren Trümmern 1620 eine Jesuitenschule hervorging.Kurz vorher errichtete die protestantische Gemeinde eineLateinschule mit protestantischem Character. Im 17. Jahr-hundert übernahmen einzelne Orden den Unterricht, beson-ders des weiblichen Geschlechts, andere, z. B. die Franzis-kaner, legten eine Winkelschule an und führen nach Auf-hebung des Jesuitenordens die theologischen VorlesungenWeiter.

Aus dem Kreise der Laien traten Personen hervor,welche juristische, medicinische oder sonstige, das Studiumder Universität ersetzende Vorträge halten. Für die Armen-kinder werden Schulen eingerichtet, um sie an bessere Zucht3u gewöhnen; sie werden verpflichtet, den religiösen Uebun-gen in der Max- und Andreaskirche beizuwohnen. 1767wird die Kunst-Akademie gegründet und so ein ganz neuesGebiet des Unterrichts eröffnet. Die Säkularisirung derOrdensgüter durch den Reichsdeputationshauptechluss ver-nichtet mit wenigen Ausnahmen die Einrichtungen desMittelalters. Es ist natürlich, dass in den Zeiten der poli-tischen Umwälzungen die Unterrichtsanstalten am meisten

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