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Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.
Anfänge, die mehr oder weniger den Keim des Fortschrittsin sich bergen. Nach Ausweis der Ordnung der Frohn-leichnamsprocession vom Jahre 1807 waren in Düsseldorffolgende katholische Schulen vorhanden: 1) die Armen-schule, 2) die Privatschulen von Kneip u. s. w., 3) die öffent-liche Max- und Lambertus-Pfarrschule. Die letztere istvon allen Schulen ohne Zweifel die älteste; an sie schlosssich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die durchdie Ursulinerinnen geleitete Mädchenschule, welche sichlange erhalten hat. Die Armenschule, welche in der Pro-cessionsordnung genannt ist, mag aus der freien deutschenSchule, welche 1666 der Herzog gründen wollte, hervor-gegangen sein.
Als 1803 die von den Franziskanern bediente Maxkirchesäcularisirt und 1805 zu einer Pfarrkirche eingerichtetwurde, entstand aus der Winkelschule, die dieser Ordenschon im 18. Jahrhundert hielt, eine Pfarrschule, währenddie Andreaspfarrschule erst bei Errichtung der Pfarre imJahre 1842 begründet wurde. Wie oben erwähnt, gingletztere aus der von den Kreuzherren errichteten Schulehervor, die zuerst im Kloster, seit 1812 in der Mühlenstrassesich befand. Um diese Zeit wird man auch zu jeder Pfarreidie eingesessenen Armenschüler in einer sogenannten Frei-schule vereinigt haben. Die letztere war auch bei den Pro-testanten von der I. und II. Bezirksschule getrennt. Dieübrigen in den sechsziger Jahren bestehenden Schulenschlössen sich oft an die Pfarreien an; z. B. an die Bilker,Hammer, Oberbilker, Derendorfer. Ausserdem bestandennoch die Neubtädter, Volmerswerther, Pempelfort-Flinger',Mörsenbroicher, Grafenberger und die jüdische Schule.
Später wurden folgende Schulen gegründet: 1) dieKreuzschule (kath.) im Jahre 1870, 2) die Oberbilker (ev.)Schule 1871, 3) Friedrichsstädter (kath.) 1875, 4) Friedrichs-ßtädter (ev.) 1875, 5) Bongardschule (kath.) 1875, 6) Karls-schule (kath.) 1881, 7) Golzheimer Schule (kath.) 1882,8) Hüttenschule (kath.) 1884, 9) Pempelforter Schule (ev.)1884. Im Jahre 1883 wurden die bis dahin bestehendendrei katholischen sowie die eine evangelische Freischuleaufgehoben und die drei ersteren mit den Pfarrschulenzu je einer Knaben- bezw. Mädchenschule vereinigt, wäh-rend die letztere nun als III. Bezirksschule figurirte. 1879wurden die selbständigen Mädchenschulsysteme beseitigtund mit den Knabenschulen vereinigt, jedoch so, dass damitdie Trennung der Kinder nach Geschlechtern nicht auf-gehoben worden ist. Die jüdische Schule ist, nachdemder Lehrer pensionirt worden war, 1877 eingegangen, die