Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.
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mit französischer und englischer Sprache, aber ohne Latein,welche nach öjährigem Lehrgang mit der Erlangung derwissenschaftlichen Befähigung zum einjährig - freiwilligenDienst schliesst. Die deutsche Sprache erfährt eine ein-gehende Behandlung, das Französische beginnt mit 8 Stundenin Sexta, das Englische mit 5 in Tertia; auch Rechnen undNaturkunde werden mehr als auf den anderen höherenAnstalten berücksichtigt. Der Vorzug dieser Veränderungliegt darin, dass die höhere Bürgerschule selbst eine Voll-anstalt geworden ist, die nicht mehr auf die Prima einesRealgymnasiums hinweist, sondern, in sich selbst ab-geschlossen, die Bürgersöhne für ihren Beruf in Handelund Industrie wohl vorbereitet entlässt. Dass hiermit denBedürfnissen der Bevölkerung gedient war, zeigt das schnelleWachsen und Blühen der Anstalt.
Diese wurde im Herbst 1872 mit Sexta eröffnet undstand bis 1878 unter Leitung Ostendorfs; in diesem Jahreerhielt sie, von der Realschule abgezweigt, eine selbst-ständige Leitung in der Person des bisherigen OberlehrerBHugo Viehoff. Im Anfange musste sich die Schule mit demnothdürftigen Unterkommen im alten Realschulgebäudean der Maxkirche begnügen. Ostern 1875 kam sie in denAnbau bei der neuen Realschule in der Klosterstrasse.Auch dort war ihr Aufenthalt von verhältnissmässig kurzerDauer, denn am 26. September 1887 zog sie in das eigensfür sie erbaute, prachtvolle Gebäude an der Florastrasse.Hier hat die Schule ihr bleibendes Heim gefunden, undwird es voraussichtlich nicht viele Jahre dauern, bis diefür grosse Verhältnisse eingerichteten Räumlichkeiten sichals zu klein erweisen, um die stets wachsende Schülerzahlaufzunehmen.
Schon jetzt wird bis Tertia incl. in 2 Cöten, inSexta sogar in 3 Cöten unterrichtet, dazu kommen nochdrei Vorschulklassen, so dass sich die Gesammtfrequenzauf 480 Schüler beläuft. Während wir die höheren Lehr-anstalten eine segensreiche Wirksamkeit in Mitte einerrasch anwachsenden Stadt entfalten sehen, stehen dieSchulen, welche sich der Kunst und dem Kunstgewerbewidmen, nicht hinter denselben zurück.
Es ist bekannt, dass im Anfange dieses Jahrhundertsnur noch kläglich die Kunstakademie ihr Dasein fristete.Als aber das Herzogthum Berg an Preussen gefallen war,forderte das Ministerium auf Anregung des Prof. Thelotteinen Bericht über den Zustand der Kunstakademie undderen Sammlungen. Prof. Schaeffer reichte Februar 1817den Plan zur Vervollkommnung der hiesigen Akademie