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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs.

Danke gegen Gott wurde an demselben Tage ein neuerallgemeiner Wohlthätigkeits-Verein gegründet und mit dembereits bestehenden von Rabbiner Samson Levi fast hundertJahre früher gegründeten Krankenverpflegungs- und Be-erdigungs-Verein verbunden. 1 ) Die Synagoge erwies sichjedoch gar bald als zu klein; schon in der Sitzung vom27. Juli 1851 wurden der Gemeinde-Vertretung einige Plänezur Vergrösserung der Synagoge vorgelegt. Die Verhand-lungen zogen sich jedoch sehr in die Länge. Der am 23. Fe-bruar 1868 gefasste Beschluss, endlich zum Bau zu schreitenund das auf 15,000 Thlr. veranschlagte Capital durch Actienzu beschaffen, wurde am 1. Novbr. 1870 dahin erweitert,dass sowohl die Synagoge, als auch die davor stehendenHäuser, welche im baufälligem Zustande sich befanden,ebenfalls neu gebaut und das Capital auf 25,000 Thlr. er-höht, ein passender Bauplatz gesucht und die nöthigenSchritte ungesäumt gethan werden sollten. Am 3. December1871 wurde der Baucommission für die Wahl eines anderenPlatzes der Termin bis zum 31. December 1871 verlängert.Wenn dann kein Platz da wäre, sollte die Synagoge aufihrem früheren Platze errichtet und sofort zum Baue ge-schritten werden. Diesofortige" Ausführung dieses Be-schlusses wurde denn auch am 5. October 1873 durchAbschluss eines Vertrages mit den HerrenDeckers & Kühne bewirkt, nach welchem der Bau derSynagoge ohne alles Transportable und ohne Gas-und Wasserleitung für die Summe von 15,000 Thlr. aus-geführt werden sollte. Die Mittel für den Bau der Synagogeund der Häuser wurden mit Genehmigung der Kgl. Regierungdurch eine Anleihe aufgebracht, welche in Höhe von 90,000Mark bei der Rhein. Provinzial-Hülfskasse zu 4%% undunter der Bedingung der ratenweisen Rückzahlung in 16-Jahren im Jahre 1874 erhoben wurde. Später wurde dieseSumme noch vergrössert, der Zinsfuss aber aus eigenerInitative der Hülfskasse auf 4%% herabgesetzt und dieAmortisationsbedingungen wesentlich erleichtert. End-lich im Herbst 1875 konnte die Synagoge unter der Theil-nahme der hohen Behörden von dem referirenden undnoch jetzt hier im Amte befindlichen Rabbiner am 10. Sept.1875 eingeweiht werden. So viele Mühe, so viele Sorgeund Kosten auch der Neubau der Synagoge erfordert hat,so ist trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens die Frage derErweiterung schon vielfach an die Gemeinde-Vertretung vonneuem herangetreten und wiederholt Gegenstand eingehenderErörterung gewesen, ohne dass bis jetzt eine geeigneteLösung gef unden worden wäre.*) Vgl. Seite 228 und Seite 260.