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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs.

Es würde zu weit führen, alle diese herrlichen Wortein extenso an dieser Stelle wiederzugeben, vielmehr müssenwir auf die Verhandlungen selbst verweisen (abgedrucktin der Düsseldorfer Zeitung vom 2. Aug. 1843 Nr. 212).Der Berichterstatter hatte namens des Ausschusses bean-tragt: Bitten wir unsern gerechten König, dass es Ihmgefallen möge

„die Anwendbarkeit des napoleonischen Decretes vom17. März 1808 in dem linksrheinischen Theile der ProvinzAllergnädigst aufzuheben"; und ferner zweitens:

„Alle noch bestehenden Hindernisse zur völligen Gleich-stellung der Juden mit Seinen christlichen UnterthanenAllergnädigst beseitigen zu wollen."

Der erste Theil des Antrages wurde mit 68 gegen5 Stimmen angenommen. Der zweite Theil wurde im Sinnedes Landtagsmarschalls, der die Gleichstellung der bürger-lichen und politischen Rechte ausdrücklich aufgeführt wissenwollte, und eines Abgeordneten der Städte, der „die Be-seitigung der Hindernisse vorzubereiten" eingefügt wissenwollte, mit 54 gegen 19 Stimmen in folgender Fassungangenommen:

„Die Wegräumung aller noch bestehenden Hinder-nisse zur völligen Gleichstellung der Juden in bürgerlicherund politischer Hinsicht mit Seinen christlichen Unter-thanen vorzubereiten und deren Beseitigung herbeiführenzu wollen."

In ihrer Freude über dieses Resultat, welches diebangen fast 20 Jahre gehegten Befürchtungen beseitigteund Juden und Judenthum in einer so gerechten, aner-kennenden und warmen Weise beleuchtete, von Dank gegendie Vorsehung und gegen die eifrigen und erleuchtetenVorkämpfer für Recht und Humanität erfüllt, übersandtedie Gemeinde dem Oberbürgermeister Herrn v. Fuchsius100 Thaler zur Vertheilung von Brod an die hiesigen Armenund der Vorsteherin der barmherzigen Schwestern einGeschenk von 40 Thalern zum Besten der Anstalt. VorAllem gab sie den lebhaften Gefühlen des Dankes gegendie Hohen Stände in folgender Adresse Ausdruck.

„Hohe Ständeversammlung!

Durch das heute abgegebene Votum, bei Sr. Majestätdem Könige die Emancipation der Juden zu beantragen,hat eine hohe Stände-Versammlung die Herzen vielerTausende mit der grössten Freude und Begeisterung er-füllt. Dieses Votum bildet einen unschätzbaren Annex zu