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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.

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Kirchenbesucher einem umfassenden Umbau unterworfen;die Gemeinde zählte damals bereits 5600 Seelen. 1853 wurdedasEvangelische Gesangbuch" eingeführt. Da Consistorial-rath Dr. th. Hartmann, der im Jahre 1833 das 60jährigeAmtsjubiläum feierte, manche Amtshandlungen nicht mehrwahrnehmen konnte, so wurde im Jahre 1840 EberhardRudolf S p i e s s , bisher Pfarrer zu Langenberg, alsdritter Prediger angestellt. Im Jahre 1843 feierte dannOberconsistorialrath Dr. th. Hartmann sein 70jährigesAmtsjubiläum. Das seltene Fest wurde in glänzendsterWeise begangen und zum Andenken an dasselbe das Waisen-haus der Gemeinde gegründet. Im Jahre 1844 am 2. Juniging der Gefeierte, 93 Jahre alt, heim. Das von der Ge-meinde auf dem städtischen Friedhofe ihm errichtete Denk-mal rühmt mit Recht seine treue, mehr als 70jährigeAmtsführung, da er stets durch lautere Verkündigung desEvangelii und würdigen Wandel sich ausgezeichnet hatte.Bald nach Hartmann's Tode wurde Pastor S p i e s s ,der mit grossem Eifer und Segen in der Gemeinde gewirkthatte, als Pfarrer, Consistorial- und Schulrath nach Trierabberufen, wo er im Jahre 1880 sein öOjähriges Amts-jubiläum feierte und als Oberconsistorialrath bald hernachstarb. Zu seinem Nachfolger wurde Karl K r a f f t, bisherPfarrer zu Flamersheim und zu Hückeswagen, berufen.Die hervorragende Begabung desselben als Prediger, seinlebendiger Eifer um das christliche Leben der Gemeinde,Beine besonderen Verdienste auch um die Erforschung derGeschichte derselben sind noch zu lebendig in der Er-innerung, als dass wir sie zu schildern brauchten. Es seihier nur erwähnt, dass die Einführung der wöchentlichenBibelstunden in der Kirche und in den Schulen, der monat-lichen Missionsstunden, der öffentlichen Sonntags - Kate-chisationen, die rasche Entwicklung des Waisenhauses, dieGründung des Krankenhauses, des Jünglings- und Männer-vereins, des weiblichen Missionsvereins, der Umbau dergrösseren Kirche, welcher 4100 Thlr. erforderte u. a. wesent-lich seinem Eifer zu verdanken sind. Auch wirkte er jahre-lang als Religionslehrer an der städtischen Realschule, alsPräsident der rheinisch-westfälischen Gefängniss-Gesellschaft,als Präses des protestantischen Bundes etc. Im Jahre 1856folgte derselbe einem Rufe als Pfarrer an die reformirteGemeinde zu Elberfeld, legte vor einigen Jahren sein Amtnieder, ist aber wegen seiner schriftstellerischen Ver-dienste inzwischen mit der Würde eines Doctors der Theologieund der Philosophie geschmückt noch unablässig, nament-lich auf dem Gebiete der Kirchengeschichte Rheinlands,thätig. Da die hiesige Gemeinde inzwischen bis auf die