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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.

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cularisirung noch elf Priester, von denen sieben auswärtigeSeelsorgsstellen übernahmen; vier blieben in Düsseldorfzurück, setzten das gemeinsame Leben fort und wirktennoch einige Jahrzehnte hindurch in höchst segensreicherWeise, geachtet und geliebt von der Bevölkerung derStadt. 1 ) Die Franziskanerkirche wurde nach Aufhebungdes Klosters im Jahre 1805 zur zweiten Pfarrkirche derStadt erhoben und erhielt aus Rücksicht auf den KurfürstenMax Joseph den Titel des h. Maximilian. 2 )

So war nun mit Einem Schlage vernichtet, was Jahr-hunderte allmählich geschaffen hatten. Die Zeitgenossenwurden von diesem Zerstörungswerk wahrscheinlich wenigertief berührt, als wir es uns heute vorstellen. Es war ebeneine Zeit grosser Bedrängnisse, wo Jeder mit sich selbstgenug zu thun hatte; auch war es eine Zeit der gewaltsamstenUmwälzungen, welche Throne stürzen und tausendjährigeReiche zusammenbrechen sah; was Wunder, wenn da auchdas Nächstliegende nicht mehr Stand hielt! Sodann bliebennach Auflösung der kirchlichen Institute, wie schon obenbemerkt wurde, doch noch manche, jenen Instituten bisdahin angehörende Personen in der Stadt zurück und setztenihre bisherige Wirksamkeit in der Seelsorge fort. Dies er-leichterte nicht nur den Uebergang in die neuen Verhält-nisse; es war auch von der grössten Wichtigkeit für die Er-haltung der Religion in jener im Allgemeinen glaubensarmenund von den Ideen der Aufklärung und der Revolutionerfüllten Zeit. Der schon erwähnte P. Dienhardt war seitdem Jahre 1786 bis zu seinem Tode im Jahre 1834 Präsesder Marianischen Bürgersodalität. Unter seiner Leitunghatte diese Sodalität noch im Jahre 1799 den Beweis geliefert,dass der alte Geist ungeschwächt in ihr fortlebte, indem

J ) Es waren dieses die Priester Michael Dienhardt, HeinrichWüsten, Philipp Schulten und Michael Granderath. Nur der Erstewar Jesuit und bis 1773 imCollegium zu Münstereifel gewesen. Daraufkam er nach Düsseldorf, weil liier nach Aufhebung des Ordens dasgemeinschaftliche Leben noch fortbestehen blieb. Er starb, 89 Jahrealt, am 13. Mai 1834. Die drei Andern waren nach 1773 in die Congre-gation zum hl. Andreas in Düsseldorf eingetreten. Heinrich Wüstenstarb am 8. November 1835 im Alter von 79 Jahren, Philipp Schultenam 10. Februar 1840 im Alter von 74 Jahren und Michael Granderatham 12. April 1842 im Alter von 72 Jahren. Ein gemeinsamer Grabsteinauf dem städtischen Friedhof deckt ihre Asche. R. I. P.

2 ) Reihenfolge der Pfarrer: Joh. Casp. Hildeph. Schmitz,18051832; Philipp Joesten, 18321841; Herrn. Jos. Köllmann,

18411845; Joh.seit 1871.

Pet. Schmitz, 18451870; Joh. Kribben,