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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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AeUeste Geschichte Düsseldorfs. 13

Düsseldorf, gelegen ist. 1 ) Dasselbe befindet sich aufeinem Bergvorsprung, der an zwei Seiten von der Dussel,an der dritten von dem Mettmanner Bache begrenzt wird,und führt den Namendie alte Burg". Die obere Berg-fläche ist an drei Seiten von schroffen Abhängen begrenzt,und am Rande in Form eines Rechtecks von einem nochwohlerhaltenen Graben umgeben; an der Süd Westseiteist auch noch ein Theil des Lagerwalles erhalten. Ander Südseite läuft die Höhe in eine Bergzunge aus, welcheeinige Schritte tiefer durch einen Quergraben abgeschnit-ten ist; ein zweiter spitz auslaufender Berggrat ziehtsich von der Südwestseite in's Thal, auf welchem mannur schwache Spuren eines Grabens bemerkt, und ander Südostseite der Bergfläche, wo die Abhänge wenigersteil sind, trifft man unterhalb des Hauptgrabens nocheinen zu verstärktem Schutze angelegten doppelten Gra-ben an. In dem östlichen Theile des Lagerraumes befandsich früher eine weite Vertiefung, die wahrscheinlich alsPferdetränke gedient, und nahe dabei liegt der schöngemauerte, 26,6 m tiefe Brunnen, der noch jetzt im Ge-brauche ist. Das Lager ist, ebenso wie das schon obengenannte, als Marsch- oder Etappenlager aufzufassen, wiesich deren in Westfalen noch mehrere erhalten haben.Wir finden auch hier die Eigenthümlichkeit, die der Ver-fasser bei vielen andern Lagern und Kastellen sowohlauf der linken wie rechten Rheinseite beobachtet hat, dasssich die Römerstrasse, zu welcher das Lager gehört, be-vor sie dasselbe erreicht, in zwei Arme theilt, von denender östliche Seitenarm beim Hause Schlickum abgeht,dann nach der Dussel hinabzieht und die Berghöhe ander Südseite ersteigt, hierauf das Lager an der Nordost-seite verlässt und nach dem Blixberg (Blicksberg) geht;hier lag wahrscheinlich eine Warte, um den Uebergangüber das enge Thälchen des Mettmanner Baches zu über-wachen, worauf dann die Strasse, die Höhe hinansteigend,sich beim Herrnhofe wieder mit dem Hauptarme ver-einigt. 2 )-------------- ......_- ,

x ) Die Oertlichkeit liegt dicht an der Grenze im Kreise Mett-mann, und zwar bei der Eisenbahnstation Neanderthal, so dass sievon Düsseldorf aus in kurzer Zeit leicht erreicht werden kann.

2 ) Die in dem Kreise Düsseldorf erforschten Strassen sind vondem z. Vorsitzenden des Düsseldorfer Geschichtsvereins, Hrn. W.Herchenbach, und einigen Vorstandsmitgliedern theilweisebegangen, hierauf die Schanzen und Strassen von dem z. Vorstands-mitgliede Hrn. Falkenbach in ihrer Gesammtheit an Ort undStelle eingesehen worden, und hat Hr. F. in zwei Vereinssitzungenüber die Ergebnisse ausführlichen Bericht erstattet. S. Beiträge z.Geschichte des Niederrheins 1. Bd. 1886.