Aelteste Geschichte Düsseldorfs.
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reichverzierten Schüsseln aus terra sigillata zu erwähnen,die aus römischen Fabriken herstammen und den Be-wohnern als Graburnen gedient haben; die Zahl derselbenist so gross, wie selbst nicht in den linksrheinischenrömischen Besitzungen. Wir führen hier nur die vor-züglicheren römischen Funde auf, welche in unsermStadt- und Landkreise bis jetzt vorgekommen und zuunserer Kunde gelangt sind. Zu Düsseldorf in der Thal-strasse kamen beim Häuserbau zwei verzierte Schüsselnaus terra sigillata zum Vorschein. 1 ) Auf dem Alexander-platze daselbst wurden verschiedene römische Antikaglienausgegraben, darunter einige Bronzefiguren. 2 ) In Unter-bilk fand man Aschenurnen nebst Gefässstücken austerra sigillata, sowie einen goldenen Ring mit geschnit-tenem Onyx. 3 ) Am Zusammentreffen der Duisburger-mit der Nordstrasse wurden mehrere kelchförmige Näpf-chen aus feinem Thon in der Erde gefunden, diegemeinlich für römisch gehalten werden. 4 ) An derRömerstrasse am Fusse des Iaberges (b. Hilden) wurdeein goldener Ring mit einem geschnittenen Onyx imBoden gefunden. 6 ) Zwischen Düsseldorf und Flehe kamaus einer Tiefe von 1,5 m ein gegossenes römischesBronzestück zum Vorschein, das die Inschrift: „Uterefelix" trägt und wahrscheinlich einem Waffenstück an-gehört hat. 6 ) An der Eisenbahnstation Rath fand man ineinem Grabe mehrere verzierte Schüsseln aus terra sigil-lata, in einer derselben ein Glasfläschchen, dann zweiGefässe aus Bronze und verschiedene eiserne Geräth-schaften nebst einer geschlagenen Messingplatte. 7 ) InOberbilk wurde eine grosse verzierte Schüssel aus terrasigillata nebst mehreren anderen Gefässen gefunden. 8 )Am Hofe Leuchtenberg fanden sich in Gräbern reich-
') Die Schüsseln befinden sich als Geschenk des Hrn. W.Herchonbach im historischen Museum.
2 ) Neue Beiträge etc. VI S. 7.
3 ) Bonner Jahrbb. XXXVI, 88.
4 ) Die Gegenstände befinden sich im hist. Museum. — Derrömische Ursprung der in der Altstadt gefundenen Gefässstückeist zweifelhaft; wenigstens sind die in der Altstadt gefundenenGefässscherben, welche der Verf. in der Guntrum'schen Sammlunggesehen, nicht römisch (Bonner Jahrbb. XXXIX, 155). Der Fundorteines früher in Düsseldorf (jetzt in Mannheim) befindlichen Legion-steines ist ungewiss.
6 ) Neue Beiträge etc. 6. Folge. Pieper in Pick's MonatsschriftIV S. 647.
*) Das Bronzestück befindet sich in der Guntrum'schen Samm-lung.
') A. Fahne, Beiträge z. limes imp. rom. etc. S. 5.
8 ) F a h n e a. a. O.