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AeUeste Geschichte Düsseldorfs.
ausgebaut worden, so konnte er bis zu Ende aus denhinterlassenen Ueberresten mit Sicherheit ermittelt werden. 1 )Derselbe ist vom Mittelmeer bis zum Rheine bei Basel,und von hier dem rechten Rheinufer entlang bis Kastei(bei Mainz) seit längerer Zeit als Römerstrasse bekannt,und von hier ab auf Grund der noch vorhandenen Restedes Strassendammes rheinabwärts von dem Verfasseruntersucht worden. Da von Kastei an die mehrfach dichtan das Rheinufer herantretenden Thalgehänge dem Ver-kehre hinderlich waren, so ging von da aus der Wegüber das Gebirge, und zwar über Wiesbaden, Limburg,Altenkirchen bis Siegburg, von hier unter dem Namen„Mauspfad" (Muspad) bis Immigrath, überschritt bei Op-laden die Wupper, und trat nördlich von Richrath in denKreis Düsseldorf. 2 ) Der Weg durchläuft den Kreis zu-nächst über Hilden und Unterbach, überschreitet gegen-über Haus Morp das Thal der Dussel, und zieht durchdie Waldungen und über die Höhen östlich an Gerres-heim vorbei, bis Ratingen und Lintorf, von wo er dannzu Essenberg, gegenüber Duisburg, sein Ende erreicht.Hier lag das uralte Asciburgium, wahrscheinlich einegriechische Schiffsstation, von welcher aus zuletzt derWasserweg bis zur Nordsee eingeschlagen wurde. 3 ) Da-mals lag Asciburgium, wie sich noch aus dem ältestenRheinbette erkennen lässt, auf der rechten Rheinseite;dasselbe war später noch, als es bereits, wie jetzt, aufdem linken Ufer lag, eine römische Niederlassung, und4 Kilom. davon, auf dem Burgfelde bei Asberg, befandsich das römische Lager, das nach dem Römerorte be-nannt wurde. 4 )
In jenen vorgeschichtlichen Zeiten fanden auch Völker-wanderungen von Westen nach Osten, von Gallien her,über den Rhein statt, und hieraus erklären sich wohl somanche in unserer Gegend und überhatipt am Nieder-rhein vorkommende Ortsbenennungen, die sich nur ausden keltischen Mundarten ableiten lassen. In späterer
J ) Die alten Heer- und Handelswege etc. 3. Heft. Leipzig 1884.s ) J. Schneider, neue Beiträge zur alten Geschichte undGeographie der Bheinlande. 6. Folge. Düsseldorf, 1874.
3 ) Die alten Heer- und Handelswege etc. 4. Heft.
4 ) Schon vor den Griechen hatten die Phönizier zu Wasser undzu Lande Handelsbeziehungen mit dem Norden geknüpft, alleinda die meisten über das Abendland handelnden Schriften der da-maligen Zeit verloren gegangen, so besitzen wir nur sehr spärlicheNachrichten über den, durch Handelsreisen erweiterten, damaligenVölkerverkehr. Vgl. auch G e n t h e , über den Antheil der Rhein-lande am vorrömischen und römischen Bernsteinhandel, in Pick'sMonatsschrift für rheinisch-westfälische Geschichtsforschung undAlterthumskunde II, 1 ff.