VERWENDUNG VON BÄUMEN
Iöl
Kugelakazien die riesige Baumform der Platanen zu der obengeschilderten Anordnung verwendet hat. Wenn diese erst großsind, wo bleibt dann das Haus, welches zu dem Vorgartengehört?
Der entgegengesetzte Fehler ist der Mangel jeglichen Ge-hölzes im Vorgarten. Da, wo man die Fassade mit Schling-pflanzen stellenweise begrünt hat, ist ja auch ohne höhereBaumformen eine schickliche Verbindung zwischen Vorgarten-streifen und Haus geschaffen. Es gibt auch Monumentalbauten,welche die weiche Wirkung des Baumgrüns schlecht vertragen.Aber in den meisten Fällen wäre eine Staffage aus Baumwerkentschieden schön. (Vgl. die Abb. 107.) Statt dessen sieht manvon außen nur ein eisernes Gitter, hinter welchem das Haussich abhebt. Dann möchte man gerne das Eisengeländer be-seitigt und das Haus an die Straße gerückt sehen.
Die symmetrische Anordnung von Bäumen im Vorgartenist aber nicht immer von günstiger Wirkung, denn bei Villen-bauten von unsymmetrischem Grundriß wird man lieber einzelneBäume so aufstellen, daß das Bauwerk in möglichst malerischerWeise umrahmt wird. Ich habe bereits an anderer Stelle ge-zeigt, daß die Aufstellung einzelner großer Bäume auch imregelmäßig gestalteten Garten ohne Rücksicht auf dessen Sym-metrie von guter Wirkung sein kann. Diese Anordnungempfiehlt sich besonders in den Vorgartenstraßen ohne Allee-pflanzung. Eine solche Straße sieht dann besonders gut aus,wenn das Laubwerk einzelner Bäume über das Geländer indie Straße hineinhängt. Man pflanze mittelgroße Baumartenin einzelnen Stämmen dicht an den Zaun. Für die Fassadenkann so die günstigste Wirkung erzielt werden, da man denStandort der Bäume ganz danach einrichten kann, wie sie
Encke, Hausgarten 11