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Der Hausgarten
Entstehung
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WEGE

\in mit Gewächsen bepflanztes, eingefriedigtesStück Land ist noch kein Garten, es muß viel-mehr durch Wege für den Besucher zugänglichgemacht werden. Die Wege machen den Haus-garten erst bewohnbar und gemütlich.In der großen künstlichen Parklandschaft sind die Wege meistnur Mittel zur Erschließung des Geländes. Deshalb führt man sie viel-fach so, daß sie von den Aussichtspunkten aus möglichst weniggesehen werden. Man hat diese Gewohnheit auch auf den Hausgartenübertragen und die Wege vieler Gärten, soweit es durchführbarwar, außerhalb der Sehlinien angelegt, weil man das Gartenbilddurch sie nicht »stören« will. Wie wir im Verlaufe meiner Aus-führungen wiederholt sehen werden, hat man es auch hier mitder gedankenlosen, sklavischen Übertragung der Parklandschaftauf die kleinen Hausgartenverhältnisse zu tun. Was ist es dennanders, wenn man zwischen der Eingangstür zum Garten undeiner gegenüberliegenden Laube oder dergl. ein kleines rundesoder viereckiges Grasstück legt, das mit einigen Büschen be-wachsen ist? Der kleine Rasenfleck ist die Miniaturausgabe dergroßen Wiesenflächen vor der Schloßfront in einem Landsitzaus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts. Nach meinem Da-fürhalten ist in diesem Falle der gerade Weg die verständigsteund schönste Verbindung zwischen dem Eingang und seinemGegenüber. Durch die geraden Linien, welche die Wegekanten,die Beeteinfassungen und die Pflanzung der den Weg begleiten-den Beete bilden, wird eine enge Beziehung zwischen Haus undGarten, Hauseingang und Gartenlaube, hergestellt. Dieser Weg