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Der Hausgarten
Entstehung
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GARTENHÖFE

)ine gartenmäßig ausgestaltete Fläche, welcherings von Gebäuden umgeben ist, pflegt man ge-wöhnlich als Gartenhof zu bezeichnen. Der Gar-tenhof ist wohl die älteste Art des eigentlichenHausgartens. Das Atrium und Peristylum desrömischen Hauses, der Hof des gegen die Außenwelt abgeschlossenen orientalischen Hauses, der ganz oder teilweise vomKreuzgang umschlossene, mittelalterliche Klosterhof, sie sindBeispiele für Gartenhöfe. Wege zum Lustwandeln, Sitze zulängerem Verweilen oder zu kurzer Rast, Kühlung spendendes,behaglich plätscherndes Wasser, schattengebende Bäume, zumalin heißen Gegenden, Blumenschmuck und Pflanzengrün sind dieAnforderungen, welche an jene historischen Gartenhöfe gestelltwurden. Sie sind im wesentlichen bis jetzt dieselben geblieben,sofern nicht besondere Verhältnisse das eine oder andere Be-dürfnis wegfallen oder neue hinzukommen ließen.

Auf der Abb. 111 sieht man den Hof des Wallraf-Richartz-Museums in Cöln im Grundriß. Infolge baulicher Verände-rungen in dem Museum waren die Gartenanlagen des Hofeszerstört worden. Bei der Wiederherstellung ist ihnen die imPlane vorgeführte Gestaltung gegeben worden. In der Mittedes Hofes erhebt sich ein Zypressenhain 1 , welcher ein Wasser-becken mit einfachem Springstrahl und vier Steinbänke 2 be-schattet. Die Wege sind mit Buchsbaum eingefaßt. Dahinter

1 Biota Orientalis, Chamaecyparis Lawsoniana und Thuja occidentalis var.Lobbi haben als bei uns winterharte Vertreter der Zypressenform Verwendunggefunden. 2 Wasserbecken und Bänke sind noch nicht fertiggestellt.