GEHOLZ-ZUSAMMENSTELLUNGEN
Bezüglich der Mischung der Arten werden für kleine Haus-gärten andere Grundsätze maßgebend sein, als für größereGärten oder gar Parkanlagen. Je kleiner der Garten, destoreicher das Durcheinander der Blattformen, Blütenfarben undsonstigen Eigentümlichkeiten der einzelnen Gattungen und Arten;denn der Gartenbesitzer wird, wenn er Interesse am Garten ge-wonnen hat und Pflanzenfreund wird, Freude an jeder einzelnenPflanze haben. Der bunte Reichtum des Garteninhaltes wirdein gewisser Ersatz für die mangelnde Ausdehnung sein. Daßein solcher Pflanzenreichtum, der sich ja nicht nur auf die Ge-hölze, sondern auch auf Kräuter und Blumen erstreckt, auch ineinem kleinen Garten von architektonischem Aufbau möglichist, sollen die Beschreibung und die Ansichten aus dem Gärt-chen meines Freundes P. (S. 102) erweisen.
Im größeren Garten kann der Charakter der einzelnen Ge-hölzformen dadurch kräftiger vor Augen geführt werden, daßdiese nicht einzeln, sondern zu größeren Trupps vereinigt, nurwenig vermischt mit anderen Formen, verwendet werden. Diealte Forderung v. Sckells, des bedeutendsten Landschafters ausdem 18. Jahrhundert, im Parke ähnliche, stark ausgesprocheneTypen, seien es solche mit Fiederblättern oder immergrüne odersonst charakteristische Gruppen, in größerer Masse zusammen-zustellen, hat heute noch ihre Berechtigung und kann in be-schränktem Maße auch im Hausgarten durchgeführt werden.Wenn man alle Gehölzgruppen eines großen Gartens in reicherArtenmischung pflanzt, werden sie alle einander gleichen. Wennman aber nach obigem Prinzipe verfährt, wird man durch denWechsel der verschiedenen, zu größeren Gruppen vereinigtenGehölzcharaktere angenehme Abwechslung erzielen.
In einem großen Garten können aber hinsichtlich der Pflanzen-