STAUDENGEWÄCHSE
Zusammenstellung noch höhere Anforderungen befriedigt werden.Durch Vorführung von natürlichen Pflanzengemeinschaften kanndie Erinnerung an liebgewordene Naturbilder, wie Heide, Bruch,Waldrand, Teichufer wachgerufen werden. Da diese charakte-ristischen Pfianzenvereinigungen aber nicht nur aus Bäumen undSträuchern, sondern auch aus Stauden, Blumen, Gräsern be-stehen, wollen wir die hierhergehörigen Beispiele weiter untenerläutern. (Vgl. die Abb. 26, 27, 28 und 2g.)
Nächst den Bäumen und Sträuchern sind die Kräuter, d. h.die nicht holzigen Gewächse, wichtige Pflanzen zur Aus-schmückung des Gartens. Man kann hier unterscheiden dieStauden, d. h. die bei uns ausdauernden nicht holzigen Pflan-zen, gleichviel ob sie ihre Blätter den Winter über behalten,oder ob sie im Herbst über dem Boden absterben, um imFrühjahr von neuem aus dem Wurzelstock, der Knolle oderZwiebel auszutreiben, und die einjährigen Kräuter, zu welchendie sogenannten Sommerblumen zu zählen sind. Physiognomischkann man die Kräuter ebenfalls in zwei Gruppen gliedern, näm-lich in die Teppich- und die Verzierungsvegetation. Die erstereumfaßt die rasenbildenden Gräser und Kräuter, welche einemTeppich gleich den Boden bedecken, und nur als Sammel-begriff, wie Rasen, Wiese, Matte usw. Bedeutung haben; in derletzteren sind die Kräuter zusammengefaßt, welche sich durchihren kräftigen Wuchs, ihre ornamentale Belaubung, ihre auf-strebenden Blütenstände aus dem Pflanzenteppich erheben undals einzelne Pflanzen unser Augenmerk auf sich ziehen. Siestehen zwischen dem körperlosen Teppich und den plastischwirkenden Gehölzen als Bindeglied und bilden das Hauptver-zierungsmaterial des Hausgartens.
Die Mannigfaltigkeit ihrer Blatt- und Blütenformen bietet die