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Der Hausgarten
Entstehung
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BEZIEHUNGEN DES BESITZERS ZUM GARTEN

und die, welche bei dem kunstsinnigen Bauherrn Anklang finden,wird er nach Maßgabe der praktischen Möglichkeiten, die er jabesser als der Bauherr beurteilen kann, in sein Gartenprojektverweben. Freilich aus dem Grundplane, der gewöhnlich alsProjekt gilt, kann der Laie wenig ersehen. Dieses muß viel-mehr durch mündliche Schilderung der Einzelheiten, durch Hin-weis auf bekannte Beispiele oder durch Schaubilder erläutertwerden. Und wenn nun der Bauherr für den Garten, welcherdem Gartenkünstler vorschwebt, nicht zu haben ist, wenn dereine Auftraggeber einen reinen Nutzgarten, der andere einezwanglose Anordnung von Baum und Strauch vorzieht? Dannsoll der Gartenkünstler dem Bauherrn nicht unter allen Um-ständen seine Meinung aufdrängen, sondern die Wünsche desletzteren seinem Entwurf zugrunde legen. Zieht er auch imallgemeinen eine architektonische Lösung vor, so können zweifels-ohne auch ein einfacher Nutzgarten und ein sogenanntes Land-schaftsgärtchen schön sein und den Bedürfnissen eines Haus-gartens entsprechen.

Unter »Landschaftsgärtchen« verstehe ich allerdings nichteinen im kleinen Maßstab aufgetragenen Park, eine Zwerg-landschaft, sondern einen Garten, in welchem man, je nachdem praktischen Bedürfnisse, die Wege bald gerade, baldkrumm, die Bäume und Sträucher in ungezwungener Ver-teilung bald dichter, bald lichter anordnet, je nachdem die ein-zelnen Teile schattig oder licht sein sollen;, in dem die Ruhe-plätze ohne geometrische Grenzlinien an die geeignetsten Stellengelegt werden und der Blumenschmuck, wie am Waldsaumeoder am Straßenraine zu sehen ist, in buntem Durcheinandergepflanzt werden. Auf diese Weise entstehen Gärten vonindividueller Eigenart, die den Besitzern schon deshalb ans Herz