634 II. 1. Zur Geschichte der mark. Kammer- und Kassenverwaltnng. 11688.
unser Salpeterwesen in gutes Aufnehmen und richtigen Stand gebracht,die Eisen- und Kupferhammer, sobald es jetziger betrübten Zeitenhalber nur möglich, in vollen Schwang wieder gebracht und es mitdem Kalkbruch zu Rüdersdorf zu mehrerm unserm Nutzen angestelletund zu Werk gerichtet werde, und sich in vorgesetztem allem, undwas weiter die beste Fassung und Erhaltung unserer Oekonomi undKammerwesens konzernieret, wie einem getreuen Rat und Dienereigenet und gebühret, erzeigen soll, inmafsen wir zu ihme ein sondergnädigstes Vertrauen tragen, er auch dasselbe zu thuen uns gewöhn-liche Ratspfiichte abgeleget und geschworen.
Darentgegen haben wir ihme zur jährlichen Besoldung und Unter-halt versprochen 200 Tlilr. Münze in solchem Wert, wie sie andernunsern Dienern dieses Ohrts von Zeit zu Zeit werden ausgezahlötwerden, dieselbe aus unser Hoffrentei uf die gewöhnliche Quartall an50 Thlrn. zu empfahen, zween Wiespel Roggen, und zween WiespelGersten, 12 Scheffel Hopfen, 2 feiste Schweine, 3 Hammel, Va TonneButter, 1 Tonne Käse, 1 Scheffel Erbsen, 1 Scheffel Buchweitzen-grütze, zween Scheffel Salz, und zween Steine Tallich, auf einenSchreiber das Kostgeld, als wöchentlich einen Thlr., im Hofflager all"hier zuer Stelle, auf den Ämbtern aber die geordnete Lieferung, in'gleichem jährlichen uf zwo Personen die gewohnliche Hoffkleidung)auf 2 Pferde das Futter vor der Renen und dann 19 Thlr. 5 Arg-für Hueffschlagk und Auslösung und 4 Haufen gehauen Holz allhierzur Stelle, und do er in unsern Sachen verreisen wurde, wollen wirihn mit notdürftiger Zehrunge und Lieferung an Futter und Mahl ver-sehen lassen.
Sollte er auch bei währendem seinem Dienste angegeben werden,wollen wir uns wider ihne zu keinen Ungnaden bewegen lassen,sondern ihn vorhero gnädigst hören und, do seine Unschuld befunden,ihne derselben geniel'sen lassen, und wir nehmen vorgedachten JocbifllSchulzen zu unserm Amtskammerrat hiemit nochmals auf und an, ver-sprechen ihme auch an Unterhalt und Besoldunge, wie obstehet, > öKraft dieses Briefes, welchen wir mit unserm kurfürstlichen Kamnier-sekret wissentlich besiegeln lassen und uns mit eigenen Händen unter-schrieben.