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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
Entstehung
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Dritter Abschnitt.Die Knyphausensclie Reorganisation.

Die Beauftragung Knyphausens mit der Leitung der Kammer-verwaltung schaffte dann nun auch hier völligen Wandel. Mit ihr be-ginnt für das Kassen- und Etatswesen eine Periode der umfassendstenund erfolgreichsten Reformen.

Knyphausen richtete sein Augenmerk sogleich auf den am meistender Besserung bedürftigen und zugleich am ehesten greifbaren unterden Übelständen seiner Verwaltung, auf das Rechnungswesen. Ersetzte da ein, wo Gladebeck aufgehört hatte, freilich mit viel grössererUmsicht und vor allem mit gröfserer Energie.

Kurze Zeit nach seinem Amtsantritt erliefs er an sämtlicheAmtskanimern und an diejenigen Regierungen, die damals noch dieKammerverwaltungsgeschäfte zu versehen hatten, ein Cirkularreskript,das die Einsendung der Schlufsrechnungen des letzten Rechnungsjahresanordnete. Damit ward wiederholt, was nicht nur unter Gladebeck,sondern auch schon 1656, 1664 und 1669 geschehen war.

Aber dabei hatte es nicht sein Bewenden; es sollte nicht nurmit allem Nachdruck gefordert und durchgesetzt werden, was so oftversucht und immer wieder ganz oder halb gescheitert war, sondernes sollte auch zum erstenmal eine wirklich ausreichende und er-schöpfende Übersicht hergestellt werden. Auch noeh das letzte Frag-ment einer Generalrechnung, das von 1680/81, hatte durchweg nurNetto-Einnahmen gegeben, oft ganz unzureichende Pauschalsummen —nirgends aber, auch in den exaktesten Teilen nicht, Berechnungen,