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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
Entstehung
Seite
XVIII
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XVIII Vorwort.

herm von Knyphausen, der die Kammerverwaltung von 1684 bis 1697leitete, bildet ein Band, das ein Auseinanderreifsen beider Periodennur schwer zulassen würde, und andererseits wird durch die Ein-setzung des Oberdomänendirektoriums im Jahre 1698 und den Beginndes unordentlichen Wartenbergschen Regiments und seiner unsichertastenden Domänenverwaltung sehr deutlich das Ende dieses erstenAbschnittes der Geschichte der brandenburgisch-preufsischen Kammer-finanzen bezeichnet.

Mein Vorhaben, nicht eine Aktenedition zu liefern, sondern einenur durch den Abdruck der wichtigsten Urkunden unterstützte Dar-stellung, traf ganz und gar mit der Ansicht der Kommission zusammen,die diesen Typus offizieller Veröffentlichungen als den für verwaltungs-geschichtliche Stoffe prinzipiell wünschenswertesten und zweckmäfsigstenansah. Welche Gründe ihn im allgemeinen als den geeignetsten fürAufgaben dieser Art erscheinen lassen, ist in der Vorrede dargethanworden, die die Kommission der durch diesen Band eröffneten neuenSerie vorangeschickt hat; hier darf noch mit weniger Worten erörtertwerden, inwiefern er sich auch für die besonderen Bedürfnissedieser Veröffentlichung dringend empfahl. Weder die Organisationder Behörden und des Kassenwesens, noch die Geschichte des wich-tigsten Zweiges der materiellen Verwaltung hätte sich ohne diegröfste Umständlichkeit und sehr unzweckmäfsige Weitläufigkeit durcheine Aktenpublikation wiedergeben lassen. Die Fortschritte in derEntwicklung der Kompetenzen und der Dienstordnung würden sichschon an den grofsen organischen Aktenstücken nur durch einen sehrausgedehnten und dennoch seiner Natur nach unübersichtlichen Kom-mentar nachweisen lassen; die grofse Menge der Akten der laufendenVerwaltung aber müsste zu gunsten von Massenbeobachtungen, diezur Ergänzung jener gröfseren, aber nur sprungweise eintretendenund nicht selten ein viel zu günstiges Bild gewährenden Stücke not-wendig angestellt werden müssen und die eine Darstellung in wenigenZeilen erledigen kann, in einem viel zu grofsen Umfange reproduziertwerden. Auf dieselben Hindernisse würde eine vollständige Publi-kation der Domänenakten stofsen: hier würden noch viel mehr kleineStücke veröffentlicht werden müssen, auf Kosten späterer dringlichererPublikationen in diesem Unternehmen und ohne dafs an Übersicht-lichkeit irgend gewonnen wäre; an dieser Stelle könnte nicht einmal einKommentar als Ersatz eintreten. Ohne eine beigegebene Darstellung