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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
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X Bericht der Kommission.

K. preufsisehe Archivverwaltung auf Teile des ursprünglichen Planessich geworfen und der Kommission einen Teil der Aufgabe aus derHand genommen hatten. Max Lehmann hatte in dem WerkePreufsenund die katholische Kirche" (No. 1 der Publikationen aus den preufsi-schen Staatsarchiven v. 1878 an) auch die Epoche des Grofsen Kur-fürsten quellenmäfsig dargestellt. Moritz Meyer hat in seinerGeschichteder preufsischen Handwerkerpolitik" I (1884) zahlreiche Zunftprivilegienund andere gewerbliche Urkunden aus der Zeit von 164088 abge-druckt. Das Werk von Richard Schuck,Brandenburg-Preul'sensKolonialpolitik unter dem Grofsen Kurfürsten und seinen Nachfolgern"(2 Bände 1889) erschien unter der Ägide eines der Bäte des aus-wärtigen Amtes und erledigte durch seine erschöpfende Quellenpublikation dieses Thema ebenso, wie die Arbeit M. Lehmanns das Ver-hältnis des Staates zur katholischen Kirche. Endlich wurde imBerliner Geh. Staatsarchiv der gröfsere Teil der lange vergeblich ge-suchten Protokolle des Geheimen Rates aus der Zeit von 1640 bis1688 aufgefunden, und es begann von 1889 an die VeröffentlichungderProtokolle und Relationen des brandenburgischen GeheimenRates aus der Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm" von ArchivarDr. 0. Meinardus (bis jetzt 3 Bände 1889 u. 1893, Band 41, 54 u. 55der Publikationen aus den preufsischen Staatsarchiven).

Diese letztere Publikation wird weiter fortgeführt zu einerQuelle ersten Ranges für die Geschichte des Grofsen Kurfürsten werden.Ihr Zweck ist, ganz vollständig alle Aktenstücke, die sich auf denschriftlichen und mündlichen Verkehr des Grofsen Kurfürsten mitseinem Geheimen Rate beziehen, alle Protokolle und Relationen desselben,alle kurfürstlichen Entscheidungen, an denen der Geheime Rat beteiligtwar, chronologisch zu publizieren; der Herausgeber ist aber über diesenRahmen, zumal im zweiten und dritten Bande, noch wesentlich hinaus-gegangen und hat daneben allerlei wichtige Aktenstücke aufgenommen,die mit dem Geheimen Rate in keinem Zusammenhange stehen. DieGrundprinzipien der Edition, die seinerzeit Droysen, Duncker undv. Mörner für unsere Publikation festgestellt hatten, nämlich erstensdie Einteilung des Stoffes nach sachlichen Hauptgruppen und inner-halb der Bände nach zusammenhängenden Geschäften und Vorgängenund zweitens die wörtliche Mitteilung nur der Hauptstücke, die aus-zugsweise der unbedeutenderen, sind hier in ihr Gegenteil umgekehrt:es wird alles ohne Rücksicht auf den materiellen Inhalt publiziert,